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Im November startet die ARD-Themenwoche "Toleranz"

"Anders als du denkst"

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Die Kinder stehen vor einer Moschee.
Bonn - Unter dem Motto "Anders als du denkst" beschäftigt sich die ARD-Themenwoche dieses Jahr mit dem Thema Toleranz. Vom 15. bis 21. November wird es im Fernseh-, Radio- und Onlineprogramm der ARD Sendungen und interaktive Angebote zum Thema geben. Die Federführung liegt beim Bayrischen Rundfunk. Auch die katholische Kirche ist an der Themenwoche beteiligt.

Die ARD wolle die Menschen "mit auf eine Erkundungstor nehmen", sagte Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks bei der Vorstellung der Themenwoche am Montag in München. Die Themen bewegten sich dabei von den alltäglichen Fragen des Miteinanders bis an die Grenzen der Toleranz – "dort, wo sich die menschliche und demokratische Qualität unserer Gesellschaft definiert", so Wilhelm. Gerade Themen wie Migration und Religion würden Konfliktpotential bergen, heißt es auf der Homepage der Themenwoche.

Höhepunkte seien unter anderem eine Dokumentation, die sich mit Depression im Spitzensport befasst, der Spielfilm "Das Ende der Geduld" über die Jugendrichterin Kirsten Heisig sowie ein bundesweiter Toleranz-Slam, erläuterte Volker Herres, Programmdirektor der ARD. Im Radio sollen Auslandskorrespondenten über ihre Toleranz-Erlebnisse berichten. Zuschauer können zum Thema Gedichte und Kurzgeschichten schreiben und vortragen und diese als Videos hochladen.

Ein katholischer Bischof wird von Journalisten interviewt.
Ein katholischer Bischof wird von Journalisten interviewt.

Respekt für andere Religionsgemeinschaften

Gesellschaftliche Verbände und Vereine sind ebenso wie die Kirchen und Religionsverbände in die Konzeption der Themenwoche eingebunden. Für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, ist das Thema ein zentrales Anliegen: "Gerade Christen müssen sich aufgerufen fühlen, anderen Religionen und Meinungen mit Respekt entgegenzutreten", schreibt er im Themenheft der Woche.

Paten der diesjährigen Themenwoche sind die paralympische Skifahrerin und mehrfache Goldmedaillen-Gewinnerin Anna "Tagesthemen"-Moderatorin Pinar Atalay. Für sie ist Toleranz etwas, dass jeden Menschen betreffe – auch wenn der Alltag oft intolerant sei. Als Beispiel nannte Atalay Ressentiments gegen Sinti und Roma und Homosexuelle. Sie wünsche sich mehr Lockerheit im Umgang mit Unterschieden: Es gelte, bestehende Denkmuster zu durchbrechen. Schaffelhuber betonte hingegen, dass es wichtig sei, Differenzen immer auch als Lernchance zu sehen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren entwickelte die ARD Unterrichtsmaterialien für Schulen. Schüler und Lehrer der 3. bis 6. Klasse sind bei der "Aktion Schulstunde" aufgerufen, sich mit verschiedenen Aspekten von Toleranz auseinanderzusetzen. Unter der Überschrift "Wir sind TOLLerant" gibt es unter anderem eine animierte Sendung für Kinder, die philosophische Aspekte des Themas beleuchten will.

Die ARD-Themenwoche gibt es seit acht Jahren. Zu den bisherigen Schwerpunkten gehörten die Aspekte Glück, Tod, Ehrenamt und Krebs. (som/KNA/dpa)

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