Anschlag vor Kirche auf den Philippinen
Durch eine Granate sind in der südphilippinischen Stadt Midsayap während einer Christmette 16 Menschen verletzt worden. Wie CNN Philippines unter Berufung auf die Polizei meldete, detonierte der Sprengkörper am Samstagabend vor einer katholischen Kirche. Dabei seien Kirchgänger verletzt worden, die außerhalb des überfüllten Gotteshauses standen. Die Messe sei abrupt beendet worden, es habe Tumulte gegeben. Menschen seien aus der Kirche gerannt.
Zwei Männer feuern Granate ab
Nach Polizeiangaben soll ein vor dem Gotteshaus postierter Einsatzwagen Ziel des Attentats gewesen sein. Demnach feuerten zwei Männer von einem Motorrad aus die Granate auf das Fahrzeug. Das Geschoss sei auf die Motorhaube geprallt und auf den Gehweg gefallen, bevor es explodierte.
Nach Polizeiangaben hatte es vor dem Anschlag Drohungen von Drogenbanden gegeben, sich an Polizisten für den von Präsident Rodrigo Duterte initiierten "Krieg gegen Drogen" rächen zu wollen.
80 Prozent der Bevölkerung sind katholisch
Die Regierung der Provinz Cotabato verurteilte den Anschlag. Auch der Gouverneur der benachbarten Autonomen Region Muslimisches Mindanao, Mujiv Sabbihi Hataman, distanzierte sich von der Tat. Wer immer hinter dem Attentat stehe, habe keine Religion, twitterte Hataman laut der philippinischen Online-Zeitung "Philstar". 80 Prozent der philippinischen Bevölkerung sind katholisch. (sth/kna/dpa)