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Kann "kein Gewinn für kranke Menschen sein"

Berliner Erzbischof Koch besorgt über Krankenhausreform

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Der Berliner Erzbischof Heiner Koch
Berlin - Kranke Menschen "müssen lange Wege, lange Wartezeiten und eine schlechtere Versorgung befürchten": Erzbischof Heiner Koch sieht die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geplante Krankenhausreform kritisch. Sie gebe ihm "Grund zur Sorge".

Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geplante Krankenhausreform gibt dem Berliner Erzbischof Heiner Koch "Grund zur Sorge". Wenn "dabei eine Vielzahl von Kliniken auf der Strecke bleibt, kann das kein Gewinn für kranke Menschen sein", sagte Koch am Samstag im RBB-Hörfunk. "Sie müssen lange Wege, lange Wartezeiten und eine schlechtere Versorgung befürchten", so der Erzbischof. "Wenn viele kleinere Krankenhäuser nicht mehr existieren und stattdessen große Krankenhauskomplexe noch größer werden, geht etwas verloren, was die individuelle Hinwendung zum kranken Menschen ausmacht."

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hatte eine Experten-Kommission beauftragt, die im vergangenen Dezember Pläne für eine Krankenhausreform vorlegte. Die Experten schlagen zum einen weitreichende Änderungen bei der Abrechnung mit einer Abkehr vom reinen Fallpauschalen-Prinzip vor, zum anderen eine stärkere Spezialisierung der Krankenhäuser. Teil des Konzepts ist, dass die Krankenhäuser in drei Level eingeordnet und entsprechend vergütet werden. Es soll die Kategorien Grundversorgung, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie Maximalversorgung geben. (mpl/KNA)

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