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Bischof Wolfgang Ipolt sieht in einer Entschuldigung Zeichen eines Umdenkens

"Brandstifter sollen sich öffentlich entschuldigen"

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Bischof Wolfgang Ipolt
Görlitz - Eine Entschuldigung von den Anstiftern der fremdenfeindlichen Vorfälle in Bautzen und Clausnitz fordert der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt. Die Ursache von Fremdenhass sieht der Bischof auch in der Entchristlichung vieler Menschen im Osten.

Eine Ursache von Fremdenhass sieht der Bischof auch "in der Entchristlichung vieler Menschen" in Ostdeutschland. Diejenigen, die das sogenannte christliche Abendland verteidigen wollten, "handeln hier eben gerade nicht im Sinne des christlichen Menschenbildes".

"Ich schäme mich für diejenigen, die so etwas tun", so der Bischof weiter. Es sei "ein großer Missbrauch, den Ruf 'Wir sind das Volk!', mit dem wir Ostdeutschen in die Freiheit gezogen sind, jetzt Hilfe suchenden Menschen entgegen zu schleudern und ihnen damit Ablehnung und Hass zuteilwerden zu lassen."

In Clausnitz hatte vergangene Woche eine Menschenmenge einen Bus mit neu ankommenden Asylbewerbern nahe ihrer Unterkunft umstellt und Parolen gerufen. In Bautzen war am vergangenen Sonntag in einem geplanten Flüchtlingsheim ein Feuer ausgebrochen. Laut Medienberichten gab es zahlreiche Schaulustige und Jubel über das Feuer. (KNA)

Linktipp: Kirchen verurteilen Angriffe auf Flüchtlinge

Die evangelische Landeskirche Sachsens und das Bistum Dresden-Meißen haben die Angriffe auf Flüchtlinge in Clausnitz und Bautzen scharf verurteilt. In einer Erklärung bestärkten sie zugleich das kirchliche Engagement für Flüchtlinge.

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