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Länderkammer stimmt Gesetzesantrag zur Öffnung der Ehe zu

Bundesrat will Ehe für homosexuelle Paare

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Ein verliebtes Paar, zwei Männer, lehnen sich aneinander.
Berlin - Der Bundesrat will die Rechte von homosexuellen Paaren stärken. Am Freitag stimmte die Länderkammer einem Gesetzesantrag zur Öffnung der Ehe zu. Dem Entwurf schlossen sich neun Länder an. Die CSU übt scharfe Kritik an den Plänen.

Die rheinland-pfälzische Familienministerin Irene Alt (Grüne) erklärte, damit werde "dem Bundestag eine gute Chance gegeben", die Diskriminierung von homosexuellen Paaren zu beenden. Nach wie vor gebe es rund 150 Regelungen, in denen eine Gleichstellung von homosexuellen und heterosexuellen Paaren nicht vollzogen sei. Anstatt eine schrittweise Gleichberechtigung durch das Bundesverfassungsgericht zu erzwingen, solle deshalb die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden. Der Gesetzentwurf sei ein Symbol dafür, dass "alle Menschen gleich viel wert sind".

Dagegen kritisierte der bayerische Familienminister Winfried Bausback (CSU) den Entwurf scharf. Er entspreche nicht dem Grundgesetz, weil dort die Ehe anders definiert werde. Die Ehe, wie sie im Grundgesetz beschrieben werde, sei aber "keine sinnentleerte historische Arabeske". Sie sei die Grundlage für Familien, in denen Kinder bei ihren leiblichen Eltern aufwüchsen. Es gehe bei der Ehe nicht nur um das gegenseitige Einstehen, sondern sie garantiere auch den Fortbestand der Gesellschaft, so Bausback. (KNA)

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