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Symposium in Rom

Caritas für stärkere Regulierung digitaler Plattformen

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Rom - Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa fordert mehr Engagement gegen Hass im Netz und besseren Schutz besonders gefährdeter Menschen im KI-Zeitalter.

Der Deutsche Caritasverband sieht die Notwendigkeit, sich noch ernsthafter in die Regulierung digitaler Plattformen einzubringen. Es gehe darum, Diskriminierungen und "Hate Speech" abzuwenden sowie um die Mitgestaltung einer "Open Source Community", die Zugänge zu den digitalen Räumen für alle offenhalte, erklärte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa am Freitag gegenüber katholisch.de. Außerdem brauche es eine Stärkung von Bildungsangeboten, "die Kinder und Jugendliche stärken, sich gegen die Verzweckung menschlicher Grundbedürfnisse für die Geschäfte der Tech-Giganten zu widersetzen". Kinder, Menschen mit besonderen Einschränkungen und Alte seien im Zeitalter Künstlicher Intelligenz (KI) "besonders schutzbedürftig". Welskop-Deffaa äußerte sich im Anschluss an ein Symposium in Rom mit dem Titel "Miteinander. Caritas-Impulse für die Erneuerung der Kirche".

"Paradoxon" der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung

Hintergrund des Symposiums war laut Welskop-Deffaa ein "Paradoxon" der vor drei Jahren veröffentlichten sechsten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU). Demnach wiesen die Menschen in Deutschland dem caritativen Engagement der Kirchen zwar eine außerordentlich hohe Bedeutung für die Glaubwürdigkeit der Kirche zu. Die Prozesse zur Erneuerung der Kirchen bezögen den besonderen Beitrag der Caritas allerdings häufig kaum ein. "Der ein oder andere forderte sogar die Abkehr von einer 'Sozialkirche', deren wohlfahrtsverbandliches und zivilgesellschaftliches Engagement ihm als Gefährdung der 'wirklichen' Berufung der Kirche erschien", so Welskop-Deffaa.

"Zum Glück" habe Papst Leo XIV. mit seinem ersten Apostolischen Schreiben "Dilexi Te" diese Sorge klar zurückgewiesen. "Jede Erneuerung der Kirche ist historisch mit einer klaren Option für die Armen verbunden", so die Caritas-Präsidentin. Die Welt brauche heute eine Kirche, die der Liebe keine Grenzen setze und auf die Kraft der Nächstenliebe vertraue.

"Baumeister einer Zivilisation der Liebe"

Mit seiner ersten Enzyklika "Magnifica humanitas" habe der Papst zudem eine weitere wichtige Wegweisung gegeben. "Als Antwort auf die existentiellen Verwundungen und Gefährdungen der Menschheit im Zeitalter der KI forderte er uns auf, Baumeister einer Zivilisation der Liebe zu werden." Diese müsse laut der Enzyklika darauf setzen, Nächstenliebe in Strukturen der Gerechtigkeit zu verwandeln, Geschwisterlichkeit institutionalisierte Formen annehmen zu lassen und andere als notwendige Verbündete für den Aufbau des Gemeinwohls zu gewinnen. "Die Frage, wie wir die Strukturen der deutschen Caritas nutzen, um genau das zu tun, war eine der wesentlichen Fragen des Symposiums", sagte Welskop-Deffaa.

Nach Ansicht der Caritas-Präsidentin richtet sich der Appell des Papstes, Zeuginnen und Zeugen der Hoffnung zu sein und zu bleiben, unmittelbar an diejenigen, die beruflich und ehrenamtlich in und für die Caritas engagiert sind. "Als 'Weberinnen der Hoffnung' in einer fragmentierten Welt können und müssen wir Polarisierungen entgegentreten und Menschen zusammenführen, gerade auch Menschen unterschiedlicher Generationen und Nationen", betonte Welskop-Deffaa.

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