CDU-Generalsekretärin: Kirchen sollten keine Politik machen
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann mahnt die Kirchen zur Zurückhaltung bei tagespolitischen Fragen. "Eine Partei ist keine Glaubensgemeinschaft und die Kirchen sollten keine Politik machen", sagte Hoppermann in einem Interview der "Herder Korrespondenz" von November. "Wenn beide jeweils um den Geltungsbereich der Gegenseite 'wetteifern', machen sie etwas falsch", fügte Hoppermann hinzu.
Die CDU-Politikerin ermunterte die Kirchen zugleich zu mehr Positionierung bei ethischen Debatten: "Ich wünsche mir mehr Beiträge der Kirchen zu den ethischen und moralischen Lebensfragen statt zu politischen Themen, in denen die Kirchen mit anderen im Wettbewerb stehen." Es sei immer besser, miteinander zu sprechen statt übereinander. "Denn viele Anliegen einen uns, auch wenn die Wege manchmal unterschiedlich beschritten werden."
Das "C" sei für die Christlich Demokratische Union Deutschlands "ein Auftrag", sagte Hoppermann. "Das christliche Menschenbild ist Basis unserer Politik." Die CDU werde "im Unterschied zu den politischen Mitbewerbern" deshalb von keiner Ideologie getragen, so die Generalsekretärin. "Wir schreiben nicht vor, wie man zu leben hat." Die CDU wisse um die Stärken und Schwächen eines jeden Menschen und halte deshalb auch Widersprüchliches aus. "Das macht uns skeptisch gegenüber verabsolutierenden Ideen, Gleichmacherei und radikalen Lösungen."