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Merkel würdigt in Neujahrsansprache Engagement für Flüchtlinge

"Danke für die Welle spontaner Hilfsbereitschaft"

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Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Aufzeichnung der traditionellen Neujahrsansprache im Jahr 2015.
Berlin - In ihrer Neujahrsansprache hat Bundeskanzlerin Merkel den Deutschen für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe gedankt. Die Hilfsbereitschaft im Land sei "überwältigend und tatsächlich bewegend". Zugleich warnte sie vor einer Spaltung der Gesellschaft.

Merkel hob zugleich hervor, "dass der Zuzug so vieler Menschen uns noch Einiges abverlangen wird". Bei der Integration müsse Deutschland aus Fehlern der Vergangenheit lernen. "Unsere Werte, unsere Traditionen, unser Rechtsverständnis, unsere Sprache, unsere Gesetze, unsere Regeln - sie tragen unsere Gesellschaft, und sie sind Grundvoraussetzung für ein gutes, ein von gegenseitigem Respekt geprägtes Zusammenleben aller in unserem Land", sagte die Kanzlerin. "Das gilt für jeden, der hier leben will."

Merkel betonte, dass Deutschland schon viele große Herausforderungen gemeistert habe und an ihnen gewachsen sei. Sie verwies auf die Wiedervereinigung vor 25 Jahren. "Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit und die höchste Erwerbstätigkeit des geeinten Deutschlands", so die Regierungschefin. "Richtig angepackt ist auch die heutige große Aufgabe des Zuzugs und der Integration so vieler Menschen eine Chance von morgen."

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Ob Naturkatastrophen, Armut oder Terror: Täglich verlassen Menschen ihre Heimat, um anderswo ein neues, ein besseres Leben zu beginnen. Die Flüchtlinge kommen auch nach Deutschland. Das bedeutet eine große Herausforderung für Politik, Gesellschaft und Kirche.

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Zusammen mit anderen Ländern arbeite Deutschland daran, den Schutz der europäischen Außengrenzen zu verbessern, aus illegaler Migration legale zu machen, die Fluchtursachen zu bekämpfen und so die Zahl der Flüchtlinge dauerhaft spürbar zu verringern. Dabei leiste Deutschland auch im Kampf gegen den Terror des "Islamischen Staates" einen wichtigen Beitrag.

Die Bundeskanzlerin mahnte, "denen nicht zu folgen, die mit Kälte oder gar Hass in ihren Herzen ein Deutschsein allein für sich reklamieren und andere ausgrenzen wollen". Sie warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft in Alteingesessene und Neubürger. "Es kommt darauf an, dass wir immer auch den Argumenten des anderen zuhören, auch wenn er Sorgen und Chancen anders gewichtet, als man selbst es tut." Deutschland müsse auch in Zukunft ein Land sein, "in dem wir selbstbewusst und frei, mitmenschlich und weltoffen sind". (KNA)

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