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Mehr als 60 Tote

Deutsche Bischöfe erschüttert über Zugkatastrophe in Spanien

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Bischof Heiner Wilmer bei einer Pressekonferenz
Bonn - Mehr als 60 Menschen sterben bei einem schweren Zugunglück in Spanien. Die Deutsche Bischofskonferenz spricht den vielen Verletzten und Angehörigen der Toten ihr Mitgefühl aus.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, zeigt sich bestürzt über das schwere Zugunglück in Spanien. "Zurück bleiben Angehörige, enge Freunde und Bekannte, die fassungslos sind und das Geschehene kaum begreifen können. Unsere Gedanken und Gebete sind in diesen schweren Stunden bei den Toten, den Verletzten und ihren Familien", schrieb der Bischof von Münster am Mittwoch in einer Stellungnahme. "Ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl." Wilmer dankte allen Seelsorgern und Einsatzkräften vor Ort. "Wir wenden uns an Gott und bitten ihn um Trost, Kraft und neue Hoffnung."

Die Spanische Bischofskonferenz forderte alle Kirchengemeinden des Landes auf, in Gottesdiensten für "die ewige Ruhe der Verstorbenen und für die Genesung der Verletzten" zu beten. Toledos Erzbischof Francisco Cerro Chaves besuchte die Unglücksstelle, wo er für die Opfer betete und den Betroffenen beistand. "Ich empfinde unermesslichen Schmerz und bin zutiefst erschüttert – vor allem wegen der Angehörigen. Das, was sie in diesem Moment durchmachen, ist schrecklich", betonte Cerro Chaves. Er bot an, Hilfen und Räumlichkeiten in seiner Diözese zur Verfügung zu stellen. "Wir haben alle unsere Türen geöffnet – sowohl in den Kirchengemeinden als auch bei der Caritas –, um zu helfen, wo immer es nötig ist", bekräftigte er.

Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge südlich von Madrid kamen am Mittwochmorgen nach bisherigen Angaben der Behörden mindestens 64 Menschen ums Leben. Mindestens 80 weitere wurden verletzt, 50 davon schwer.

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