Ein Papst setzt Maßstäbe
Dem bayerischen Landesbischof blieb Zeit genug, seine zentrale Botschaft zu platzieren: dass niemand ernsthaft Weihnachten feiern könne, "ohne Anteil zu nehmen an der Situation der Flüchtlinge überall auf der Welt heute".
Die Heiligabend-Episode aus der Willkommens- und Anlaufstelle für Flüchtlinge in der bayerischen Landeshauptstadt zeigt zweierlei: Wie sehr Papst Franziskus inzwischen über konfessionelle und nationale Grenzen hinweg als Anwalt der Ausgegrenzten wahrgenommen wird. Und wie seine Forderung, an die "Ränder der Gesellschaft" zu gehen, das Bild von Kirche auch in Deutschland allmählich verändert. Denn in den zurückliegenden Weihnachtstagen war der EKD-Chef nicht allein. Auf katholischer Seite unternahmen gleich mehrere Bischöfe den Blick über den Tellerrand.