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Synode der evangelischen Kirche

EKD-Ratsvorsitzende: AfD-Positionen unvereinbar mit dem Evangelium

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Bischöfin Kirsten Fehrs spricht bei einer Pressekonferenz
Würzburg - Die evangelische Kirche bleibt bei der Abgrenzung zur AfD. Deren Wahlerfolge änderten nichts an der Unvereinbarkeit von Menschenfeindlichkeit mit dem Evangelium, sagt die EKD-Ratsvorsitzende Fehrs.

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat die Abgrenzung ihrer Kirche zur AfD unterstrichen. Erstmals seit mehr als 80 Jahren stelle eine "in vielen Bundesländern als rechtsextrem eingestufte Partei" einen Parlamentspräsidenten, sagte Fehrs mit Blick auf den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt zum Auftakt der Synode der EKD am Sonntag in Würzburg. Die Hamburger Bischöfin ergänzte: "Wahlerfolge verändern vielleicht Machtverhältnisse - aber sie ändern nichts an der Unvereinbarkeit von Menschenfeindlichkeit mit dem Evangelium."

Völkisches Denken sei mit dem Evangelium nicht vereinbar, sagte Fehrs und forderte auch Konsequenzen für das Besetzen kirchlicher Ämter. Das Gespräch und Seelsorge würden allen gelten, die Übernahme kirchlicher Verantwortung sei dagegen an den Auftrag gebunden. "Wer menschenverachtende Haltungen öffentlich vertritt, kann nicht gleichzeitig glaubwürdig für die Kirche sprechen und sie in Ämtern und Funktionen unserer Kirche vertreten", sagte Fehrs.

Den "Feinden der Demokratie" nicht das Feld überlassen

Die EKD-Synode beschäftigt sich bis Mittwoch im Schwerpunkt mit dem Thema Demokratie. Dabei soll es um die gesellschaftliche Rolle der Kirche gehen. Fehrs sagte, man wolle "den Feinden der liberalen Demokratie"»" nicht das Feld überlassen. Wahrscheinlich wird bei der Synode auch der Umgang mit Menschen in den eigenen Reihen Thema sein, die offen Positionen der AfD vertreten oder für die Partei aktiv sind.

Fehrs forderte, die Kirche müsse zuhören, verständlich sprechen und prüfen, "wo wir Erfahrungen von Enttäuschung und Ausgrenzung übersehen haben". Man müsse Widerspruch aushalten. Genauso gelte aber, dass bedrohte Menschen, Mitarbeitende und demokratisch Engagierte verlässlichen Schutz bräuchten. "Unsere Gemeinden müssen in diesem Sinne sichere Orte bleiben und werden", sagte sie.

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