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Woelki ärgert sich über Gleichgültigkeit gegenüber Kinderarmut

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

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Köln - Der Kölner Kardinal Woelki ist verärgert über die Gleichgültigkeit, mit der die Deutschen nach seiner Ansicht der Kinderarmut gegenüber stehen. So sei eine gerade veröffentlichte Studie der Bertelsmann Stiftung längst wieder vergessen - und das, obwohl sie dramatische Zahlen aufweise.

Die im Mai vorgelegten Zahlen seien längst wieder vergessen, sagte Woelki am Sonntag im Kölner Bistumssender "Domradio". "Mich ärgert es, wenn wir bei solchen Zahlen schnell wieder zur Tagesordnung übergehen."

Woelki ruft zu mehr Engagement auf

Zwar sei er sich bewusst, dass es jeden Tag wieder neue schlechte Nachrichten gebe. Trotzdem dürften Christen solche besorgniserregenden Fakten nicht kalt lassen, so der Kardinal. Anhand eines alten Sprichworts rief er die Gläubigen zum Handeln auf: "Stimmt schon: 'Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!'". Allen Menschen, die diese Not bereits sehen und handeln, dankte Woelki. Ihr Vorbild mache Mut.

Auch eine in der vergangenen Woche vorgestellte Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef beklagt, dass international noch zu wenig gegen Kinderarmut getan werde. Nach diesen Angaben sterben weltweit jedes Jahr immer noch 6 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Schätzungsweise 121 Millionen Heranwachsende gehen nicht zur Schule; 289.00 Frauen überleben die Geburt ihres Kindes nicht. (gho/KNA)

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