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Olivier Ndjimbi-Tshiende wurde rassistisch beleidigt

Ex-Pfarrer von Zorneding schreibt Buch

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Eichstätt/Gütersloh - 2016 geriet Olivier Ndjimbi-Tshiende in die Schlagzeilen. Er war rassistisch beleidigt worden und legte deshalb sein Amt als Pfarrer nieder. Nun schreibt er ein Buch - über Fremdenfeindlichkeit und Gott.

Unter dem Titel "Und wenn Gott schwarz wäre ... Mein Glaube ist bunt!" hat der frühere Pfarrer von Zorneding bei München ein Buch geschrieben. Es erscheint am 25. September im Gütersloher Verlagshaus. Der aus dem Kongo stammende Olivier Ndjimbi-Tshiende (68) geriet 2016 international in die Schlagzeilen, als er nach rassistischen Schmähungen und Bedrohungen sein Amt niederlegte. Vorausgegangen war eine Kontroverse zwischen dem Seelsorger und der örtlichen CSU um die Flüchtlingspolitik.

"Im Geiste Martin Luther Kings formuliert er in diesem Buch seinen Traum von einer Welt ohne Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass, von einer kraftvollen Vision des Christentums, von einer Kirche mit Zukunft, die Liebe und Barmherzigkeit lebt", heißt es in der Verlagsankündigung. Der Priester ist seit vergangenem Oktober Mitglied einer Forschungsgruppe am Zentrum Migration und Flucht der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Außerdem hilft er als Seelsorger im Raum Ingolstadt aus.

Als Autor von Schreiben mit Drohungen gegen den dunkelhäutigen Geistlichen war im November 2016 ein bereits vorbestrafter Münchner Rentner von der Polizei ermittelt worden. Das Amtsgericht Ebersberg verurteilte ihn zu zehn Monaten Haft auf Bewährung. (KNA)

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