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Standesamtliche Ehen sollen wieder vor religiösen geschlossen werden

Frauenunion fordert Rückehr zu alter Heiratsregelung

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Düsseldorf - Seit 2008 dürfen religiöse Ehen auch ohne standesamtliche Heirat geschlossen werden. Angesichts steigender Zahlen von Kinderehen fordert die Frauenunion eine Rückkehr zur alten Regelung.

Angesichts steigender Zahlen von Kinderehen in Deutschland fordert die Frauenunion eine Rückkehr zu der Regelung, dass Ehen vor einer kirchlichen Trauung grundsätzlich erst standesamtlich geschlossen werden müssen. "Das Voraustrauungsverbot, das in Deutschland lange Zeit bedeutungslos war und deshalb 2008 abgeschafft wurde, muss wieder eingeführt und sanktioniert werden", sagte die Frauenunions-Vorsitzende Annette Widmann-Mauz (CDU) der "Rheinischen Post" (Freitag).

Es dürfe nicht sein, dass das Standesamtsgebot unterlaufen und grundlegende Rechte von Mädchen in sogenannten Nichtehen missachtet würden, so Widmann-Mauz. Die Unionspolitikerin sprach sich zudem für eine Anhebung des Heiratsalters auf 18 Jahre aus. "Wenn die Ehemündigkeit ausnahmslos für alle auf 18 Jahre festgelegt würde, könnten in Deutschland auch keine Ehen mit Minderjährigen mehr neu geschlossen werden", empfahl Widmann-Mauz. (KNA)

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