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Europa sei keine "Monokultur"

Friedensappell der europäischen Bischöfe – Wilmer betont Vielfalt

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Bonn - Zum Abschluss ihrer Jahrestagung veröffentlichen die Bischöfe Europas einen Aufruf zu Frieden in der Ukraine und anderen Konfliktgebieten.

Die Vorsitzenden der europäischen Bischofskonferenzen haben zu Frieden in der Ukraine und der Welt aufgerufen. "Niemand kann gegenüber den Gräueltaten, die in der Ukraine geschehen, gleichgültig bleiben. Niemals dürfen wir uns an derartige Verletzungen gegen die Normen der Zivilisation gewöhnen", heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Appell des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) zum Abschluss ihrer Vollversammlung in Salzburg. Frieden sei "kein Deal, den man macht"; er beginne in den Herzen der Menschen.

Für die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) nahm deren Vorsitzender Heiner Wilmer an dem Treffen teil. Er erklärte zum Abschluss, Europa sei nie eine Monokultur gewesen, sondern bilde seit jeher ein Mosaik der Vielfalt. "Das gilt auch für die Kirche in Europa: Wir sind eine Gemeinschaft unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Riten. Aber wir sind vereint in Glaube, Liebe und Hoffnung", schrieb Wilmer, Bischof von Münster, am Freitag auf Facebook.

In ihrem Appell machen sich die Bischöfe den Aufruf von Papst Leo XIV. zu einem "unbewaffneten und entwaffnenden Frieden" zu eigen und betonen: "Es gibt keinen heiligen Krieg: Nur der Friede ist heilig." Katholische Gläubige sollten für den Frieden eintreten und um den Frieden beten. "Unsere Gebete und karitativen Tätigkeiten gelten allen Opfern von Krieg, Gewalt und Vertreibung. Wir denken auch an die vielen Menschen in unseren Ländern, die in Zeiten von Unsicherheit und erhöhten Spannungen um ihre Zukunft fürchten", heißt es in der Erklärung.

Präsidium gewählt

Am Donnerstag hatten die Delegierten das Präsidium der CCEE für die nächsten fünf Jahre gewählt. Als Präsident wurde der litauische Erzbischof Gintaras Linas Grusas (65) bestätigt. Neu im Präsidium des CCEE sind der irische Erzbischof Eamon Martin (65) und der kroatische Erzbischof Drazen Kutlesa (58).

Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen ist der Zusammenschluss der Präsidenten der römisch-katholischen Bischofskonferenzen Europas. Der Rat umfasst 39 Mitglieder: 33 Bischofskonferenzen, die Erzbischöfe von Luxemburg und des Fürstentums Monaco, den maronitischen Erzbischof von Zypern sowie die Bischöfe von Chisinau (Moldau), der Eparchie Mukatschewo (Ukraine) und der Diözese Tallinn (Estland). Gemeinsam vertreten sie die katholische Kirche in 45 Ländern des europäischen Kontinents. Daneben gibt es auch noch die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE), die die offizielle Vertretung der Bischofskonferenzen der EU-Mitgliedstaaten gegenüber den Institutionen der Europäischen Union ist.

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