"Gehen Sie zur Wahl!"
Vom Stimmrecht Gebrauch zu machen, gehöre zur gesellschaftlichen Verantwortung jedes einzelnen. Wer davon nicht Gebrauch mache, stärke extreme Parteien. Besonders auch die jungen Erstwähler riefen die Oberhirten auf, ihr Kreuzchen zu machen.
Der Wahlaufruf wird am Sonntag in allen Gottesdiensten verlesen. Unterschrieben haben ihn der Freiburger Erzbischof Stephan Burger, der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst sowie die evangelischen Landesbischöfe von Baden und Württemberg, Jochen Cornelius-Bundschuh und Frank Otfried July.
"Parteien die den Rechtstaat in Frage stellen, sind nicht wählbar"
In dem Schreiben betonen die Bischöfe, die Demokratie lebe von einer Vielfalt der wählbaren Parteien. Für die Kirchen seien dabei allerdings nur solche Lösungsvorschläge akzeptabel, die mit dem Geist des Evangeliums und den Prinzipien der christlichen Ethik vereinbar seien. "Parteien, die die parlamentarische Demokratie, den Rechtsstaat und die Grundrechte in Frage stellen, sind für Christinnen und Christen nicht wählbar", erklären die Bischöfe in ihrem Aufruf.
Als wichtige politische Themen aus kirchlicher Sicht nennen sie den Umgang mit der Flüchtlingskrise, Generationengerechtigkeit und den Klimaschutz. Auch eine weitere Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich müsse vermieden werden. Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg finden am 13. März statt. (gho)