"Genialer Doppelpass Jesu"
In seiner Predigt bezeichnete der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, das christliche Gebot, Gott und den Nächsten zu lieben, als "genialen Doppelpass Jesu". Das Liebesgebot finde sich im Kern auch wieder im "Fairplay" als höchstem Gebot für Spieler, Fans und Funktionäre.
"Wo es nicht eingehalten wird, wird der Fußball zerstört", mahnte Jung. Das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe ziele darauf, "gut miteinander zu leben". Gott sei ein "Liebhaber des Lebens" und traue den Menschen zu, fair miteinander umzugehen. Dazu gehöre, dass sich Menschen nicht nur um sich selbst kümmerten, sondern auch den Blick für andere öffneten. Dies bewahre davor, zu Fanatikern in Fragen des Sports oder auch der Religion zu werden.
Es brodelt beim Fußball-Weltverband: Mehrere ranghohe FIFA-Funktionäre verhaftet und Ermittlungen wegen Korruption. Bei all den Skandalen könnte man fast vergessen, dass Sport auch mit Werten zu tun haben sollte.
Der katholische "Sportbischof" Jörg Michael Peters interpretierte den Doppelpass ebenfalls als Leitmotiv im Miteinander Gottes mit den Menschen. Jeder Gottesdienst biete die Gelegenheit, den "Doppelpass Gottes und sein unverdientes Fairplay an uns mit Freude und Dank zu feiern", betonte der Trierer Weihbischof, der in der Deutschen Bischofskonferenz für Sport zuständig ist.
Unter den Teilnehmern des Gottesdienstes waren außer dem DFB-Vizepräsidenten Eugen Gehlenborg auch Vertreter des VfL Wolfsburg und von Borussia Dortmund sowie die FIFA-Schiedsrichter Peter Gagelmann und Thorsten Kinhöfer. (KNA)