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Dekan Ernst-Wilhelm Gohl beklagt rechte Parolen

Hakenkreuze im Ulmer Münster

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Ulm - Der Dekan des Ulmer Münsters, Ernst-Wilhelm Gohl, hat in der Kirche rechte Schmierereien entdeckt. Deren Fotos veröffentlichte er jetzt auf Facebook - zusammen mit einem leidenschaftlichen Appell für den Rechtstaat.

Der Dekan des evangelischen Ulmer Münsters, Ernst-Wilhelm Gohl, hat rechte Parolen und Schmierereien in der Kirche publik gemacht. Auf Facebook veröffentlichte er am Wochenende Fotos von Schriftzügen wie "Hakenkreuz statt Kreuz" unter anderem auf Kirchenbänken. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. "Rassismus und Hass (Hakenkreuz) sind mit dem Evangelium (Kreuz) unvereinbar", schrieb Gohl auf Facebook. Er hatte die Symbole auf drei Bänken am vergangenen Mittwoch und in einem Wildfang am vergangenen Freitag entdeckt. Für ihn ist die Aktion auch auf die Politik und die Parolen von AfD- Politikern zurückzuführen, die den Rechtstaat schlecht redeten.

"Statt Wut und Spaltung brauchen wir Mut und Haltung!", so der Dekan. Laut SWR weist der AfD-Kreisverband Ulm/Alb-Donau die Vorwürfe zurück. Weiter berichtet der SWR, Gohl habe Strafanzeige gegen unbekannt erstattet. Bei der Polizei konnte man den Eingang der Anzeige laut dpa am Sonntag zunächst nicht überprüfen.

Etwa eine Million Menschen besuchte das Gotteshaus mit dem höchsten Kirchturm der Welt im vergangenen Jahr nach Angaben der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde. Der Kirchturm des Ulmer Münsters ist 161,53 Meter hoch. Ihn bestiegen 2017 demnach 147 000 Menschen. (dpa)

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