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BDKJ-Hauptversammlung fasst Beschluss zu Waffenhandel

Jugendverband fordert Verbot von Waffenexporten

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Abstimmung bei der Hauptversammlung des BDKJ auf Burg Rothenfels.
Bonn/Rothenfels - Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend fordert ein Verbot von Kleinwaffenexporten. Selbst legale Verkäufe würden Konflikte in instabilen Regionen und Gesellschaften noch anheizen.

Bundespräses Dirk Bingener plädierte in diesem Zusammenhang für ein Verbot der Kleinwaffenexporte. Dies wäre ein längst "überfälliger Schritt". Denn trotz des meist legalen Exports würden Kleinwaffen danach oft unkontrolliert verbreitet. Sie würden damit zu Brandbeschleunigern von Konflikten und trügen zur Destabilisierung von Regionen und Gesellschaften bei. Der Dachverband sprach sich zugleich dafür aus, Krisen und Konflikte in der Welt zu beobachten. Auch müsste die Außen- und Sicherheitspolitik rein nach friedensethischen Kriterien und nicht nach ökonomischen oder industriepolitischen Interessen ausgerichtet werden. Auf internationaler Ebene gelte es deshalb, die Vereinten Nationen zu einem effektiven Instrument der Friedensförderung und Friedenserhaltung weiterzuentwickeln.

Distanzierung von "geistigen Brandstiftern"

Mit einem weiteren Beschluss distanzierte sich der Verband von der AfD und der "Pegida"-Bewegung. Geistige Brandstifter, die gesellschaftliche Gruppen aufwiegeln, seien für den Verband keine Gesprächspartner, heißt es darin. Dennoch gelte es, sich mit den Positionen ernsthaft auseinanderzusetzen. In dem Beschluss wird darauf verwiesen, dass derzeit Meinungsführer des christlich-konservativen Milieus bei der Abwertung anderer Religionen und im Kampf gegen Gender-Mainstreaming, Homosexualität und moderne Rollenbilder neue Allianzen mit der extremen Rechten suchten. Der BDKJ lehne dies ab. "Wir lassen nicht zu, dass im Namen unseres Glaubens Menschen ausgegrenzt und angefeindet werden."

Zugleich ruft die katholische Jugend die Verantwortlichen in der katholischen Kirche auf, keine Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in ihren Reihen zu dulden. Es gelte, sich weiter entschieden von Personen, Organisationen oder Kommunikationsplattformen des Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu distanzieren, die sich den Anstrich geben würden, im Namen der katholischen Kirche zu sprechen. Geprüft werden solle in diesem Zusammenhang, ob unter Umständen gegen solche Entwicklungen rechtliche Schritte einzuleiten seien.

Linktipp: Jugendverband kritisiert "Amoris laetitia"

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend fordert eine neue Debatte über die kirchliche Lehre zu Ehe und Familie. Der Verband kritisierte Aussagen über Verhütungsmittel und homosexuelle Partnerschaften.

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Bereits am Samstag beschlossen die Delegierten zudem eine Neuauflage der "72-Stunden-Aktion" im Mai 2019. Bei der Aktion engagieren sich junge Menschen in ganz Deutschland drei Tage lang in sozialen Projekten. Die Projekte sollten aktuelle politische und gesellschaftliche Themen aufgreifen, so der Beschluss des Verbandes. Die Marke "72 Stunden" sei positiv besetzt, hieß es weiter. Im Herbst solle eine Bundessteuerungsgruppe zur weiteren Planung eingesetzt werden. Die Aktion findet vom 23. bis 29. März 2019 statt, in allen 27 deutschen Diözesen sowie allen Mitgliedsverbänden und Jugendorganisationen des BDKJ. An der ersten 72-Stunden-Aktion im Juni 2013 hatten sich rund 175.000 Kinder und Jugendliche beteiligt.

Die diesjährige BDKJ-Hauptversammlung fand vom vergangenen Donnerstag bis Sonntag auf der Burg Rothenfels im Bistum Würzburg statt. Rund 120 Delegierte aus den 17 Mitgliedsvereinigungen nahmen an der Dachverbandstagung teil. Nach eigenen Angaben vertritt der BDKJ 660.000 Mitglieder in Deutschland. (kim/KNA)

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