Katholische Eltern fordern Männerquote an Schulen
Die Teilnehmer befassten sich bei einem Thementag mit der Frage "Mädchen 'Hopp', Jungen 'Flopp' – Warum läuft es schief bei den Jungen?" und stellten eine Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem fest. Jungen benötigten beim Heranwachsen auch erwachsene Bezugspersonen des eigenen Geschlechts. Sie reagierten auf Männer häufig anders als auf Frauen.
Für mehr Geschlechtertrennung
Die rund 100 Teilnehmer forderten neben der Männerquote auch mehr Schulen für Jungen, mehr Möglichkeiten der Geschlechtertrennung in den Schulen und mehr gesellschaftliche Anerkennung für Lehrerinnen und Lehrer. Sie verwiesen auf zahlreiche Studien, nach denen in Förderschulen auf ein Mädchen fast zwei Jungen kommen, mehr Frauen Abitur machen und seltener Hauptschulen besuchen.
Bei dem Kongress wurde zudem bekanntgegeben, dass Pater Klaus Mertes (61) neuer geistlicher Berater des Elternverbandes ist. Der Jesuit ist Direktor des katholischen Kolleg St. Blasien im Schwarzwald. 2010 brachte er in seiner früheren Funktion als Rektor des Canisius-Kollegs in Berlin die Aufdeckung des kirchlichen Missbrauchsskandals ins Rollen. (luk)
Die KED ist ein Zusammenschluss von katholischen Eltern und Interessierten. Auf der Basis eines christlichen Menschenbildes setzt sich der Verband für Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen ein.