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Familien- und Jugendverbände äußern sich

Katholische Verbände begrüßen Empfehlungen für digitalen Jugendschutz

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Berlin - Die Handlungsempfehlungen der Expertenkommission zum digitalen Schutz von Kindern und Jugendlichen werden von zwei katholischen Verbänden positiv bewertet. Wo sie die größten Herausforderungen sehen.

Die Handlungsempfehlungen der Expertenkommission zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum weisen aus Sicht von katholischen Verbänden in die richtige Richtung. Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht überzeuge "durch eine differenzierte, altersbezogene und zugleich praxisnahe Herangehensweise", sagte der Bundesgeschäftsführer des Familienbundes der Katholiken, Matthias Dantlgraber, auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die Empfehlungen orientierten sich klar an entwicklungspsychologischen Phasen von Kindern und Jugendlichen und würden damit den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht. Besonders begrüßt der Familienbund die klare Positionierung für ein Handyverbot an Schulen bis zur achten Klasse. "Diese Maßnahme unterstützt die Konzentration auf Lernprozesse und fördert soziale Interaktion im schulischen Alltag."

Mögliche Probleme sieht der Familienverband beim geplanten abgestuften Schutzkonzept für Social Media. Die Kommission hatte sich nicht klar für ein Mindestalter für die Plattformen ausgesprochen, sondern ein gesetzliches Mindestalter von 13 Jahren mit abgestuften Schutzvorkehrungen für Jugendliche bis 18 Jahre als mögliche Alternative genannt. Diese tatsächlich durchzusetzen, werde aus Sicht des Verbandes die größte Herausforderung.

Auch Jugendverband gegen Altersgrenzen

Auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) begrüßt es, dass sich in den Handlungsempfehlungen nicht auf Verbote und Altersgrenzen versteift werde. "Wirksamer Kinder- und Jugendmedienschutz ist deutlich komplexer. Es geht darum, Schutz, Befähigung und Teilhabe zusammenzudenken", erklärte der Co-Bundesvorsitzende Henner Gädtke.

Der Dachverband der katholischen Jugendverbände schließt sich der Forderung der Expertenkommission an, die Anbieter digitaler Dienste stärker in die Verantwortung zu nehmen. Vorschläge wie altersgerechte Voreinstellungen, die Regulierung algorithmischer Empfehlungssysteme, das Vorgehen gegen manipulative Designmuster und ein konsequenter "Jugendschutz by Design" wiesen dabei in die richtige Richtung. Entscheidend sei die Frage, wie die digitalen Räume gestaltet werden müssten, damit sich Kinder und Jugendliche gefahrlos in ihnen bewegen und dort ihre Rechte wahrnehmen könnten, betonte die BDKJ-Bundesvorsitzende Lisa Quarch. "Wer digitale Lebenswelten gestalten will, muss die Perspektiven derjenigen einbeziehen, die sich täglich in ihnen bewegen."

Die Expertenkommission der Bundesregierung hat insgesamt 56 Handlungsempfehlungen für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum vorgelegt. Diese wurden am Mittwoch an Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) übergeben. (KNA)

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