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Gleichzeitig Forderung nach fairen Bedingungen für Privatsender

Kirchenvertreter für starke öffentlich-rechtliche Sender

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Eine Fernbedienung.
Bonn - Braucht es in Zeiten von Netflix und Co die öffentlich-rechtlichen Sender noch? Ja, sagen die kirchlichen Gremienvertreter - und sprechen von einer besonderen Verantwortung.

Die Vertreter der katholischen Kirche in den Gremien der öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfundsender sowie der Landesmedienanstalten haben sich für einen "starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk" ausgesprochen. Er sei unverzichtbar, müsse sich weiterentwickeln "und auch neu entstehende Kommunikationsräume adäquat nutzen dürfen", erklärten sie am Freitag in Bonn. Gleichzeitig seien faire Wettbewerbsbedingungen für die Privatsender und Verlage notwendig.

Sie äußerten sich vor der kontrovers geführten Diskussion um eine Strukturreform der öffentlich-rechtlichen Sender sowie die bevorstehende Änderung des 22. Rundfunkstaatsvertrags. Seit langem fordern die öffentlich-rechtlichen Sender bei ihren redaktionellen Angeboten mehr Spielraum im Internet. Es geht etwa um die Verweildauer für Online-Angebote und die Abgrenzung presseähnlicher Angebote.

Für Qualitätsjournalismus engagieren

Mit Blick auf Hetze und Verrohung in den sozialen Netzwerken forderten die kirchlichen Gremienvertreter öffentlich-rechtliche und private Sender sowie die Verleger auf, sich "gemeinsam für Qualitätsjournalismus und eine differenzierte Debattenkultur zu engagieren". Die Gesellschaft spalte sich mehr und mehr in Teilöffentlichkeiten. Dem müsse gemeinsam gegengesteuert werden: "Es ist eine übergreifende Aufgabe der Medienunternehmen, Meinungsvielfalt zu organisieren, Werte zu vermitteln und zur gesellschaftlichen Integration beizutragen."

Den öffentlich-rechtlichen Sendern komme dabei aufgrund des spezifischen Auftrags eine besondere Verantwortung zu. "Ihre Bestands- und Entwicklungsgarantie sowie eine solide Finanzausstattung müssten daher dauerhaft gesichert werden." (KNA)

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