Vorerst kein Unterrichtsfach "Humanistische Lebenskunde"
Klage zurück- gezogen
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Bonn
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Das ging schnell: Schon nach kurzer Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster war alles vorbei. Der Humanistische Verband Nordrhein-Westfalen (HVD NRW) zog seine Klage zur Einführung von "Humanistischer Lebenskunde" als Alternative zum Religionsunterricht zurück.
Der Vorsitzende Richter Bernd Kampmann hatte während der Verhandlung angedeutet, dass der Senat die Berufung zurückweisen werde. Der Verband nutzte daher die Chance, in dieser Situation kein rechtskräftiges Urteil herbeizuführen. "Das Gericht hat uns empfohlen, die Klage zurückzuziehen", sagte Jürgen Springfeld, Präsident des Humanistischen Verbands NRW gegenüber katholisch.de.
Keine Angaben über Minderjährige
Als Begründung nannte das Gericht, dass vonseiten des HVD NRW keine Aussagen über die Zahl der unter 14-jährigen und damit nichtreligionsmündigen Kinder unter seinen Mitgliedern vorlägen. Als Anforderung zur Einführung eines ordentlichen Schulfaches in NRW sehe das Gesetz jedoch eine Mindestzahl von zwölf Schülern vor.