Berliner Erzbischof zu Jahreskampagne der Caritas
Koch kritisiert Verkauf von Sozialwohnungen
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Berlin
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In deutschen Städten gibt es immer weniger bezahlbaren Wohnraum. Berlins Erzbischof Heiner Koch sieht die Politik der Kommunen als Teil des Problems und unterstellt ihnen einen "schweren Fehler".
Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat die Wohnungspolitik kritisiert. Viele Städte hätten Immobilien aus ihrem Besitz verkauft, "um leere Kassen zu füllen", sagte Koch am Samstag im rbb Radio Berlin 88.8. "Ein großer Fehler, wie sich jetzt zeigt." Jedes Jahr verschwänden dadurch bundesweit 100.000 Sozialwohnungen vom Markt. Als Anlageobjekte würden sie nach einer Modernisierung unbezahlbar für Normalverdiener.
Koch stellte sich hinter die neue Jahreskampagne der Caritas "Jeder Mensch braucht ein Zuhause", die für erschwinglichen Wohnraum eintritt. "Denn eine Wohnung ist viel mehr als ein Dach über dem Kopf", erklärte der Erzbischof. "Eine Wohnung ist ein geschützter Ort zum Leben, den jeder von uns braucht." (KNA)