Kölner Stadtdechant verurteilt ausgeartete Abi-Streiche
Kleine bekundete Verständnis dafür, dass Schüler mit der "Mottowoche" ihre Zulassung zum Abitur feiern. Dies habe er vor 30 Jahren auch getan. Nach dem "Abi-Streich", bei dem die Lehrer durch den Kakao gezogen worden seien, habe man dann mit den Abiturienten der anderen Gymnasien gefeiert.
Seit Jahren sei leider zu beobachten, dass die Stimmung kippe, so der Stadtdechant. "Nicht mehr die Freude über die erreichte Zulassung und das Miteinanderfeiern scheinen im Vordergrund zu stehen, sondern der Angriff auf die als Gegner verstandenen anderen Schulen: Angriffe auf Gebäude, Schüler und Lehrer, die in diesem Jahr von der Sachbeschädigung bis zur schweren Körperverletzung reichen." Es sei kindisch und kriminell, nach Jahren der Schule "die Sau raus zu lassen". - Bei den Abi-Streichen waren in der Nacht zum Dienstag zwei Schüler schwer am Kopf verletzt worden. (KNA)
Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, und doch hat sich das gesellschaftliche Klima in Deutschland schon gewandelt. Die Silvester-Übergriffe von Köln scheinen qualitativ etwas verändert zu haben. Experten raten in der Debatte zu Ehrlichkeit.