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Mit Humor gegen Klischees

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Die deutsche Fahne, die tuerkische Fahne und eine DITIB -Fahne wehen am Eingang der Mannheimer Yavuz Sultan Selim Moschee.
Bonn - Jesuslatschen, lange Haare und immer den Rosenkranz parat - das Bild kommt vielen in den Sinn, wenn es um die Vorstellung des 'typischen' Katholiken geht. Auch in Bezug auf andere Religionen wie den Islam hat mancher genaue Vorstellungen. Woher solche religiöse Zerrbilder kommen, darüber hat katholisch.de mit Pfarrer Ludger Kaulig, dem Islambeauftragten des Bistums Münster gesprochen. Er hat einen Workshop zu dem Thema konzipiert, der am Samstag Teil des "Tags des christlich-islamischen Dialogs" in Krefeld ist, an dem sich auch mehrere katholische Bistümer beteiligen.

Frage: Herr Kaulig, wie sieht denn die Karikatur des Katholiken oder des Muslims "an sich" denn aus?

Kaulig: Jeder von uns ist ja mit seiner Karikatur konfrontiert – jeder hat ein Bild von sich selbst und auch die anderen machen sich ein Bild. Und beides muss nicht immer mit der Realität übereinstimmen. Aber die Detailbeschreibung von möglichen Zerrbildern führt nicht zwingend weiter. Ich beschäftige mich lieber damit, wie ich mit Negativbildern umgehe, die an mich herangetragen werden. Und da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ich gleiche mich dem Bild an und verhalte mich danach. Oder ist kämpfe gegen die Karikatur an und erzähle jedem: Ich bin ja gar nicht so. Aber in beiden Fällen bin das ja eigentlich nicht ich – jedenfalls nicht so wie ich selbst gerne sein möchte.

Frage: Aber wenn ich so an die gängigen Zerrbilder von Katholiken denke, habe ich auf der einen Seite den friedensbewegten Jesuslatschen-Träger, der mit dem bunten Schal auf dem Katholikentag tanzt…

Kaulig: (lacht) Ja genau…

Frage: …und auf der anderen Seite den konservativem Laien, der den Katechesismus auswendig kennt.

Kaulig: Stimmt.

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