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Nothilfe für Betroffene in Iran und Pakistan läuft an

Papst betet für Erdbeben-Opfer

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Opfer des Erdbebens in der iranisch-pakistanischen Grenzregion am 16. April 2013.
Bonn - Papst Franziskus betet für die Opfer des Erdbebens in Iran und Pakistan. Bei der Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz äußerte er sich vor Zehntausenden Gläubigen betrübt über die Katastrophe, die "Tod, Leiden und Zerstörung" gebracht habe. Er bete für die Toten und alle Betroffenen. Der Bevölkerung der beiden Länder versicherte er seine Nähe. Die iranisch-pakistanische Grenzregion war am Dienstag von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden.

In den betroffenen Gebieten lief derweil die Nothilfe für die Opfer an. Saifur Rehman vom Katastrophenschutz der pakistanischen Provinz Baluchistan sagte am Mittwoch, mehrere Dörfer in der entlegenen Region Mashkel seien nur über Wege durch die Wüste oder über Bergpässe mit der Außenwelt verbunden. Sie könnten daher nicht mit Lastwagen erreicht werden. Rettungstrupps und Hilfsmittel müssten ins Erdbebengebiet geflogen werden.

Unklarheit über Opferzahlen

Nach Angaben von Rehman sind in Mashkel rund 30 Menschen bei dem Erdbeben ums Leben gekommen, mehr als 200 seien verletzt worden. Zudem seien zahlreiche Lehmhütten eingestürzt oder irreparabel beschädigt worden. Die pakistanische Armee hatte zuvor 34 Tote und 80 Verletzte gemeldet. Außerdem teilten die Streitkräfte mit, fast eine Tonne Medizin und fünf Tonnen Nahrungsmittel seien in die Katastrophenregion geflogen worden. Armeeärzte und Soldaten unterstützten die Rettungsarbeiten.

Die iranischen Behörden sprachen zunächst nur von Verletzten, nicht aber von Toten. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete am Mittwoch allerdings, nach unbestätigten Berichten seien bei dem Beben mehrere Menschen in einem Dorf namens Gasht ums Leben gekommen. Eine konkrete Opferzahl nannte IRNA nicht.

Malteser International steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit Kooperationspartnern vor Ort. Man warte derzeit auf eine Rückmeldung, ob Iran und Pakistan internationale Hilfe anforderten, so eine Sprecherin des Hilfswerks gegenüber katholisch.de. Derzeit sähe es jedoch danach aus, dass beide Ländern in der Lage seien, die Situation zu meistern.

Nachbeben in den betroffenen Gebieten

Auch Caritas international wartet nach eigenen Angaben derzeit auf Nachrichten aus der Region. Morgen wolle eine Erkundungsgruppe von der pakistanischen Stadt Quetta aus in die betroffenen Gebiete reisen, um sich ein genaues Bild von der Lage vor Ort zu machen, so Pressereferent Achim Reinke auf Anfrage von katholisch.de. Erst danach könne über mögliche Hilfsmaßnahmen entschieden werden. Nach Aussagen von Reinke kann Caritas international bei Bedarf kurzfristig unter anderem Medikamente und Notunterkünfte für die Betroffenen zur Verfügung stellen.

Unterdessen erschütterten mehrere Nachbeben die Gegend, am Mittwochmorgen registrierten die pakistanischen Behörden ein Beben der Stärke 6. (stz/dpa/KNA)

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