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Böhmermann sei mit seinem Schmähgedicht jedoch zu weit gegangen

Pauels: Böse Menschen verdienen böse Satire

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Willibert Pauels, Kabarettist, Diakon und "Büttenclown", bei einem Auftritt in Köln.
Köln - Satire sei dazu da, "mit spitzer Klinge auch wehtun zu dürfen", so Büttenclown Willibert Pauels. Sie dürfe jedoch nicht alles: Satiriker Jan Böhmermann sei mit seinem Schmähgedicht auf den türkischen Staatschef Erdogan zu weit gegangen.

Laut Pauels darf aber Satire nicht alles. Allerdings sei sie auch dazu da, "mit spitzer Klinge auch wehtun zu dürfen". Es sei ganz schwierig, in einem allgemeinverbindlichen Gesetz festzulegen, wo die Grenzen liegen. Man könne immer nur im Einzelfall entscheiden, ob Satire gegen die Menschenwürde verstoße und zutiefst verletzend und zerstörend sei, zitierte Pauels den Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly.

Pauels begrüßte ein juristisches Verfahren gegen Böhmermann "und dass so etwas endlich mal in allen Instanzen durchgeklagt wird". Zu klären sei, wie es mit der Verletzung der Menschenwürde im konkreten Fall aussehe, wenn Diktatoren angegriffen würden. Zähle da der einzelne Mensch oder die politische Person Erdogan? Dieser fordere ja "in einer unglaublichen, selbstherrlichen Arroganz" sogar bei anderen Staaten ein, "dass sie nach seiner Pfeife tanzen". (KNA)

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Willibert Pauels ist vielen bekannt als "Diaclown": Der rheinische Karnevalist und katholische Diakon hat sich als "Bergischer Jung" einen Namen gemacht. Zum Bild des fröhlichen Humoristen will aber etwas nicht so recht passen: Pauels leidet an Depressionen.

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