Pfarrer Schießler fordert nach WM-Aus Lösungen statt Entschuldigungen
Nach dem frühen WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fordert der Münchner Pfarrer und Fußballfan Rainer Maria Schießler mehr als Entschuldigungen. "Ich brauche Lösungen. Wir brauchen Wege und Visionen", sagte Schießler dem kirchlichen Kölner Internetportal "domradio.de".
Nach der Niederlage gegen Paraguay im Sechzehntelfinale brauche es Konsequenzen, so der katholische Geistliche. Dabei gehe es ihm nicht um Rache oder allein um die Frage, ob der Trainer gehen müsse. "Vielmehr sehe ich eine Chance für Beteiligte, Verantwortung abgeben zu dürfen."
"In der Kirche heißt das Resignation"
Schießler fügte hinzu: "Bei uns in der Kirche heißt das Resignation." Ein Amt, ein Segen oder eine Auszeichnung werde freiwillig zurückgegeben. "Das befreit einen selbst, aber auch das Umfeld ungemein."
Deutschland war bei der WM bereits im ersten K.o.-Spiel ausgeschieden. DFB-Kapitän Joshua Kimmich hatte nach dem Spiel eingeräumt, die Mannschaft habe es nicht geschafft, eine Euphorie zu entfachen, mit der sich die Menschen identifizieren könnten. (KNA)