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Pfarrer Gottfried Martens kritisiert Asylverfahren von Konvertiten

Pfarrer: Schreiben von Bundesamt sind "dümmlich"

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Bonn - Nicht jeder Asylantrag wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge angenommen. Für einige Bewerber werden Ablehnungen mit einem Argument begründet, das ein evangelischer Pfarrer nicht akzeptieren kann.

Der Berliner Pfarrer Gottfried Martens hat die Ablehnung der Asylanträge von Konvertiten durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kritisiert. Auf der Facebook-Seite der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz empört er sich, dass Asylanträge von neu getauften Christen im großen Stil abgelehnt würden. Das BAMF würde die Konversionsbegründung, dass die Vergebung der Sünden allein im christlichen Glauben verankert sei, nicht akzeptieren. Laut Martens würde das Bundesamt das Christentum mit "ähnlichen Erlösungstaten in außerchristlichen Mythologien wie den Tod Osiris bei den alten Ägyptern" gleichsetzen.

"Völlige Unkenntnis des christlichen Glaubens"

"Was das Bundesamt hier schreibt, ist nicht nur primitiv und dümmlich und zeugt von völliger Unkenntnis des christlichen Glaubens", so der evangelische Pfarrer weiter. Es sei ein "skandalöser Übergriff des Staates in Glaubensfragen". Damit mache es das BAMF Flüchtlingen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind, unmöglich, den christlichen Glauben als Asylgrund anzugeben. Der Staat würde gerade mit „zutiefst antichristlichen religiösen Argumenten“ Konvertiten ihre Anerkennung unmöglich machen.

Bereits in der Vergangenheit hat Martens vehement auf die Situation der christlichen Flüchtlinge aufmerksam gemacht. Muslimische Flüchtlinge haben laut dem Pfarrer gezielt in Flüchtlingsheimen Christen psychisch und physisch angegriffen. (jch)

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