Polizei und Erzbistum Berlin kämpfen gemeinsam gegen Antisemitismus
Gemeinsam gegen Antisemitismus: Die Berliner Polizei und das Erzbistum Berlin haben am Freitag einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Man wolle ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit setzen, teilte das Erzbistum mit. Das Projekt "Jüdisches Leben und Polizei - Vergangenheit trifft Gegenwart" solle die Bedeutung eines entschlossenen Einsatzes für den Schutz der Grundrechte unterstreichen, etwa der Religionsfreiheit.
Ergebnisse des Projekts sollen mit der Aus- und Fortbildung der jungen Polizeischüler verknüpft werden. Als Ansprechpartner und Bindeglied solle der Berliner katholische Polizeiseelsorger Frank-Peter Bitter eine zentrale Rolle spielen. Im Rahmen der Kooperation sei auch eine Begegnungsveranstaltung der Polizeianwärter mit jungen Jüdinnen und Juden geplant, hieß es.
Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Berlin nimmt wieder zu. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Jahresbericht des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) hervor. Demnach dokumentierte die Berliner Meldestelle im vergangenen Jahr insgesamt 1.004 Fälle. Das seien 13 Prozent mehr als 2019. Damals gab es 881 Fälle. (tmg/KNA)