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Katholische Jugend formuliert sozialpolitische Forderungen

Ruf nach solidarischer Politik

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Abstimmung bei der BDKJ-Hauptversammlung 2013 in Hardehausen.
Hardehausen - Fünf Monate vor der Bundestagswahl hat der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) klare sozialpolitische Forderungen aufgestellt. Der Dachverband der katholischen Jugendverbände in Deutschland sprach sich zum Abschluss seiner Hauptversammlung im ostwestfälischen Hardehausen am Sonntag für eine solidarische Politik aus, die die Chancen "heute junger und zukünftiger Generationen" wahre.

Unter anderem fordern die Jugendvertreter in ihrem Grundsatzbeschluss "Gerechte Generationenpolitik: zukunftsfähig und solidarisch" eine bedingungslose Grundrente, die Einführung einer Vermögens- und einer Luxussteuer sowie die Einhaltung der Schuldenbremse. Außerdem sollten politische Entscheidungen immer darauf geprüft werden, inwieweit sie Kindern und Jugendlichen heute und in Zukunft dienten. "Politik muss alle Generationen in ihre Entscheidungen einbeziehen", sagte die BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier.

Zugleich betonte der BDKJ, dass es ihm nicht um eine Konfrontation zwischen den Generationen gehe, sondern um gemeinsame Lösungen. "Niemand sollte aber die Augen davor verschließen, dass in unserer alternden Gesellschaft junge und zukünftige Generationen vermehrt auf der Strecke zu bleiben drohen", betonte Maier. So sei der Generationenvertrag in der Rentenversicherung künftig "so nicht mehr einhaltbar", so die BDKJ-Bundesvorsitzende weiter. Wenn nicht heute die Weichen gestellt würden, bleibe einem erheblichen Teil der jungen Generation die Aussicht auf eine ausreichende Alterssicherung verwehrt.

"Starke Schultern mehr belasten"

Finanzieren will der BDKJ seine sozialpolitischen Forderungen unter anderem durch ein gerechteres Abgabesystem, das stärkere Schultern mehr belastet. "Wir müssen Lösungen gestalten, die Leistungsstärkere und Vermögende an der solidarischen Gestaltung einer gerechteren Zukunft angemessen beteiligen", forderte Maier.

Junge Erwachsene sind nach Angaben des BDKJ die Gruppe mit dem größten Armutsrisiko. Viele Jugendliche arbeiteten in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder machten sich Sorgen um ihr Leben im Alter. "Zudem mangelt es unserer Gesellschaft an einem Bewusstsein für die jetzigen und zukünftigen Belange von Jugendlichen und Kindern", sagte Maier. Sie kritisierte, dass die Politik "kurzfristige Wahlerfolge über eine nachhaltige Politikstrategie" stelle. Junge Menschen sollten ihre Wahlentscheidung bei der kommenden Bundestagswahl deshalb auch davon abhängig machen, inwiefern Parteien die Interessen junger Menschen berücksichtigten. (stz)

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