Schönborn verteidigt Grenzzaun zu Slowenien
Die Pressekonferenz Schönborns zum Abschluss der Herbstvollversammlung der österreichischen Bischöfe fand am Freitag in einem Nachbargebäude des eigentlichen Pressezentrums des Erzbistums Wien statt. Der sonst für Medientermine genutzte Saal ist seit Mitte September von Flüchtlingen aus Syrien, Irak und Afghanistan belegt.
Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) kündigte zuvor am Freitag an, in den kommenden zwei Monaten eine 3,7 Kilometer lange Barriere am Grenzübergang Spielfeld zu errichten. Auf eine zuerst angedachte 25 Kilometer lange Variante verzichte man auf Bitten Sloweniens.
Stacheldraht liegt bereit
Bei der Absperrung handelt es sich um einen sogenannten G7-Zaun aus 2,20 Meter hohem Maschendraht ohne Stacheldrahtbewehrung. Nach Behördenangaben liegen aber Container mit Stachelbandrollen an der Grenze bereit, um den Zaun notfalls zu verstärken. Ziel ist laut der österreichischen Regierung, die Grenzübertritte von Migranten so zu kanalisieren, dass keine "gefährlichen Drucksituationen" entstehen. (KNA)
Ob Naturkatastrophen, Armut oder Terror: Täglich verlassen Menschen ihre Heimat, um anderswo ein neues, ein besseres Leben zu beginnen. Die Flüchtlinge kommen auch nach Deutschland. Das bedeutet eine große Herausforderung für Politik, Gesellschaft und Kirche.