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Wiener Erzbischof hält Grenzschließung für legitim

Schönborn verteidigt Grenzzaun zu Slowenien

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Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, bei der Pressekonferenz zur Familiensynode am 16. Oktober 2014 im Vatikan.
Wien - Der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, hält den von Österreich errichteten Zaun an der Grenze zu Slowenien für legitim. Als provisorisches Mittel zur Lenkung der Grenzübertritte der Flüchtlinge vom Balkan sei diese Maßnahme zulässig.

Die Pressekonferenz Schönborns zum Abschluss der Herbstvollversammlung der österreichischen Bischöfe fand am Freitag in einem Nachbargebäude des eigentlichen Pressezentrums des Erzbistums Wien statt. Der sonst für Medientermine genutzte Saal ist seit Mitte September von Flüchtlingen aus Syrien, Irak und Afghanistan belegt.

Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) kündigte zuvor am Freitag an, in den kommenden zwei Monaten eine 3,7 Kilometer lange Barriere am Grenzübergang Spielfeld zu errichten. Auf eine zuerst angedachte 25 Kilometer lange Variante verzichte man auf Bitten Sloweniens.

Stacheldraht liegt bereit

Bei der Absperrung handelt es sich um einen sogenannten G7-Zaun aus 2,20 Meter hohem Maschendraht ohne Stacheldrahtbewehrung. Nach Behördenangaben liegen aber Container mit Stachelbandrollen an der Grenze bereit, um den Zaun notfalls zu verstärken. Ziel ist laut der österreichischen Regierung, die Grenzübertritte von Migranten so zu kanalisieren, dass keine "gefährlichen Drucksituationen" entstehen. (KNA)

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