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Der mehrfache Formel- 1-Weltmeister Michael Schumacher liegt nicht mehr im Koma

Schumacher aufgewacht

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Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher.
Bonn - Michael Schumacher ist aus dem Koma erwacht – und mit seiner Familie freuen sich Sportbegeisterte aus ganz Deutschland. Allein in der Timeline der Bildzeitung auf Facebook gefiel die Nachricht innerhalb von einer Stunde rund 145.000 Personen, knapp 13.000 Mal wurde die Nachricht geteilt.

Auch die katholische Kirche nimmt die Nachricht positiv auf. Volker Monnerjahn, Präsident des katholischen "DJK-Sportverband", reagiert am Telefon überrascht – er erfuhr von der Neuigkeit durch den Anruf von katholisch.de. "Toll", entfährt es ihm und er erklärt: "Wir werden Michael Schumacher in seinem weiteren Genesungsprozess im Gebet begleiten und unterstützen." Schon während Schumachers Koma hatte der damalige Sportpfarrer Thomas Nonte zum Gebet für den verunglückten Sportler aufgerufen. Dies sei "eines der größten Zeichen menschlicher Wärme, das wir geben können, wenn wir füreinander beten", so Nonte damals.

In einer knappen Mitteilung hatte Michael Schumachers Sprecherin Sabine Kehm am Montagvormittag die Nachricht von Schumachers Erwachen verbreitet: "Michael hat das CHU Grenoble verlassen, um seine lange Phase der Rehabilitation fortzusetzen. Er ist nicht mehr im Koma", heißt es wörtlich darin. Ausdrücklich bedanke sich Schumachers Familie bei allen Ärzten und medizinischen Helfern, aber auch bei allen Menschen, die dem Sportler ihre Wünsche zugesendet hätten: "Sie haben ihm sicher geholfen“. Die weitere Rehabilitation Schumachers solle jedoch "außerhalb der Öffentlichkeit erfolgen".

"Medizinisch sehr komplex"

Diese Bitte kann DJK-Präsident Monnerjahn nachvollziehen: "Es ist gut, dass ein Interesse an der Person Michael Schumachers da ist, aber es sollte nicht zu Übersteigerungen kommen. Seine Würde muss gewahrt bleiben." Auch vor übermäßigen Spekulationen, wie genau sich Schumachers Gesundheitszustand jetzt darstellt und weiter entwickelt, warnt Monnerjahn: "Das ist eine medizinisch sehr komplexe Geschichte". Gerade die Medien sollten nicht der Versuchung erliegen, die Krankheit des Sportlers zu nutzen, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Der mehrfache Formel- 1-Weltmeister Schumacher hatte sich Ende Dezember vergangenen Jahres beim Skifahren in den französischen Alpen lebensgefährliche Kopfverletzungen zugezogen. Vor der Klinik in Grenoble, in der er daraufhin behandelt wurde, gab es einen beispiellosen Medienauflauf. Einige Journalisten versuchten sogar, sich in Verkleidung, etwa als Priester, Zutritt zu Schumacher zu verschaffen. Gegenüber katholisch.de hatte der geistliche Direktor der Münchner katholischen Journalistenschule, Wolfgang Sauer, dieses Vorgehen scharf kritisiert: "Als Seelsorger sage ich zunächst, dass solche Vorgehensweisen eine absolute Verfehlung sind. Das geht gar nicht!". (gho/KNA)

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