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Präsident des Zentralrats der Juden besorgt über wachsende Resentiments

Schuster warnt vor Rechtsruck

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Würzburg - Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, zeigt sich besorgt über einen wachsenden Rechtspopulismus in Deutschland. Besonders beunruhigen ihn die steigenden Umfragewerte der AfD vor den kommenden Landtagswahlen.

Diese richteten sich im Moment gegen Flüchtlinge und Muslime; er habe aber keine Zweifel, dass sie sich auch gegen Juden kehrten, "wenn es opportun wäre". Hintergrund seiner Äußerungen sind die steigenden Umfragewerte für die Partei AfD vor den anstehenden Landtagswahlen.

Schuster: Veröffentlichungsverbot von "Mein Kampf" ist sinnlos

Schuster äußerte laut dem BR bei einer Podiumsdiskussion zur Neuauflage von Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf" Verständnis für die Kritik jüdischer Verbände und Holocaust-Überlebender an der Veröffentlichung des Buches. Es sei jedoch nicht nur der Urheberschutz abgelaufen. Längst sei die Hetzschrift bereits über das Internet frei verfügbar und in vielen Ländern der Erde frei auf dem Markt, erinnerte Schuster. Ein Veröffentlichungsverbot in Deutschland mache keinen Sinn mehr.

Anerkennung zollte der Zentralratspräsident dem Münchner Institut für Zeitgeschichte für die Edition von "Mein Kampf". Die 3.500 Kommentare entlarvten die Schrift als Gebräu aus Lügen und Halbwahrheiten. Als Propagandaschrift für Neonazis eigne sich diese Neuauflage daher nicht. (KNA)

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