Seehofer will kritische Ordensleute treffen
In einem offenen Brief an Seehofer vom 11. November hatten die Ordensleute zu einem "menschenfreundlichen Engagement für Geflüchtete" aufrufen. Zugleich baten sie die verantwortlichen Politiker darum, von einer Rhetorik Abstand zu nehmen, die Flüchtlinge als Gefahr für die Gesellschaft darstelle. In den politischen Debatten und Entscheidungen sollten Geflüchtete zuerst als Mitmenschen gesehen werden, die "unsere Solidarität" bräuchten.
Seehofer hatte am Wochenende im Bayerischen Fernsehen betont: "Den Brief nehme ich sehr ernst." Oft aber müsse man miteinander reden, dann kläre sich einiges auf. Was etwa die kritisierte Wortwahl betreffe, wolle er gerne wissen, an welcher Stelle irgendjemand aus seiner Regierung oder aus seiner Partei diese zugespitzte Rhetorik verwendet habe. Dann, so Seehofer, sei er auch bereit, das zu korrigieren.
Unterzeichner des Schreibens sind unter anderen der Abt des Benediktinerklosters Münsterschwarzach, Michael Reepen, die Generaloberin Katharina Ganz vom Kloster Oberzell und die Franziskanerin Mirjam Schambeck. (KNA)
Generaloberin Monika Edinger hat den offenen Brief an Horst Seehofer mit unterzeichnet, der die CSU-Flüchtlingspolitk scharf kritisiert. Mit katholisch.de spricht sie über dessen Entstehung, die Vorwürfe von Markus Söder und Rhetorik, die Ängste schürt.