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Ordensobere hatten Flüchtlingspolitik des Ministerpräsidenten kritisiert

Seehofer will kritische Ordensleute treffen

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München - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will sich mit Vertretern der 45 Ordensoberen treffen, die seine Flüchtlingspolitik scharf kritisiert hatten. Bereits am Wochenende hatte er betont, dass er deren offenen Brief sehr ernst nehme.

In einem offenen Brief an Seehofer vom 11. November hatten die Ordensleute zu einem "menschenfreundlichen Engagement für Geflüchtete" aufrufen. Zugleich baten sie die verantwortlichen Politiker darum, von einer Rhetorik Abstand zu nehmen, die Flüchtlinge als Gefahr für die Gesellschaft darstelle. In den politischen Debatten und Entscheidungen sollten Geflüchtete zuerst als Mitmenschen gesehen werden, die "unsere Solidarität" bräuchten.

Seehofer hatte am Wochenende im Bayerischen Fernsehen betont: "Den Brief nehme ich sehr ernst." Oft aber müsse man miteinander reden, dann kläre sich einiges auf. Was etwa die kritisierte Wortwahl betreffe, wolle er gerne wissen, an welcher Stelle irgendjemand aus seiner Regierung oder aus seiner Partei diese zugespitzte Rhetorik verwendet habe. Dann, so Seehofer, sei er auch bereit, das zu korrigieren.

Unterzeichner des Schreibens sind unter anderen der Abt des Benediktinerklosters Münsterschwarzach, Michael Reepen, die Generaloberin Katharina Ganz vom Kloster Oberzell und die Franziskanerin Mirjam Schambeck. (KNA)

Link-Tipp: "Das macht mir Sorgen"

Generaloberin Monika Edinger hat den offenen Brief an Horst Seehofer mit unterzeichnet, der die CSU-Flüchtlingspolitk scharf kritisiert. Mit katholisch.de spricht sie über dessen Entstehung, die Vorwürfe von Markus Söder und Rhetorik, die Ängste schürt.

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