Thüringen fördert künstliche Befruchtung bei Unverheirateten
Wie bei Ehepaaren mit unerfülltem Kinderwunsch werden auch bei nichtverheirateten Paaren In-vitro-Fertilisationen (IVF) und intrazytoplasmatische Spermieninjektionen (ICSI) mitfinanziert. Dabei übernähmen der Bund und der Freistaat Thüringen zu gleichen Teilen ein Viertel der Kosten. Finanziert werden auch Behandlungen von in Thüringen lebenden Paaren, die in angrenzenden Bundesländern erfolgen.
In Deutschland hat jedes dritte Kind unverheiratete Eltern
Anfang dieses Jahres hatte das Bundesfamilienministerium seine Förderrichtlinie auf unverheiratete Paare ausgeweitet. Ministerin Manuela Schwesig (SPD) begründete dies auch damit, dass in Deutschland jedes dritte Kind in einer Familie ohne Trauschein geboren werde. Verheiratete Paare können bereits länger staatliche Unterstützung für eine künstliche Befruchtung erhalten - allerdings nur in den Bundesländern, die sich verpflichtet haben, ebenso viel Geld zuzuschießen wie der Bund. Bisher sind dieser Bund-Länder-Kooperation Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beigetreten. Bei verheirateten Paaren übernehmen die Krankenkassen überdies die Hälfte der Kosten für die ersten drei Versuche einer künstlichen Befruchtung. (KNA)
US-amerikanische Großkonzerne wie Facebook und Apple wollen für das Einfrieren von Eizellen ihrer Mitarbeiterinnen bezahlen. In Deutschland werden Eizellen meist aus medizinischen Gründen so haltbar gemacht, aber die Zahl der Frauen, die ihren Kinderwunsch aufschieben um Karriere zu machen, steigt auch hier. Kritik an dem Verfahren gibt es von allen Seiten.