Treffen der Nationen
Gauck warb für einen respektvollen Umgang miteinander "im Bewusstsein unserer Verschiedenheit und auch unserer oftmals divergierenden Interessen". Dabei komme es auch immer wieder auf einzelne Menschen an. Zugleich würdigte er das "Projekt Europa". "Es ist doch einzigartig, dass wir uns von den Waffen unserer europäischen Nachbarn nicht bedroht fühlen und dass wir uns nicht vor der Stärke, sondern allenfalls vor gelegentlichen Schwächen unserer Nachbarn fürchten", so Gauck. Es lohne sich, dafür Kraft einzusetzen und das Projekt fortzuentwickeln.
Der Doyen des Diplomatischen Korps, der Apostolische Nuntius Erzbischof Jean-Claude Perisset, erinnerte daran, dass jeder Repräsentant eines Landes seine Arbeit stets als Dienst für sein Volk begreifen müsse. "Das scheint eine Binsenwahrheit zu sein", so Perisset. Es sei aber "gut und hilfreich", sich dies immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Bei dem Empfang waren Vertreter von rund 180 Staaten und etwa 20 internationalen Organisationen vertreten.