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Kardinalstaatssekretär: In diesem Moment ist Mut nötig

Vatikan bestärkt Merkel in Flüchtlingspolitik

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der gewonnenen Bundestagswahl am 22. September 2013.
Mailand - Die Kirche sei für eine Aufnahme von Flüchtlingen, sagt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Sie sei sich aber auch der Schwierigkeiten wohl bewusst. Lob hat er für den "Mut" von Angela Merkel übrig.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrem flüchtlingspolitischen Kurs bestärkt. Merkel sei unter Druck wegen "sehr populistischer Angriffe, die gerne jede Aufnahme blockieren wollen", sagte der Chefdiplomat des Papstes der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera". Parolin ergänzte: "In diesem Moment ist Mut nötig."

Die katholische Kirche sei für eine Aufnahme von Flüchtlingen, sei sich aber auch der Schwierigkeiten wohl bewusst. Wichtig sei die Grundhaltung: "Wenn es eine Haltung der Offenheit ist, kann man auch Wege finden, Probleme zu lösen. Wenn aber die Haltung der Abschottung überwiegt, ist schon Schluss. Dann gibt es keinen Weg", so die Nummer zwei des Vatikan.

Der Kardinalstaatssekretär widersprach auch erneut der These eines Krieges der Religionen. "Es ist kein Krieg der Religionen im Gang", sagte Parolin. Um genau dies zu vermeiden, wolle sich die Kirche nicht auf das Spiel derer einlassen, "die diese Art von Logik anwenden wollen". Stattdessen spreche die Kirche stets von einer "Instrumentalisierung von Religion". (KNA)

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