Suche
Es ist nicht der erste Konflikt zwischen dem Verband und dem Schauspieler

Wegen Neubau des Kolpingwerks: "Tatort"-Star verklagt Stadt München

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

München - Ärger unter Nachbarn: Weil der bekannte "Tatort"-Star Udo Wachtveitl sich an einem geplanten Neubau des katholischen Kolpingwerks in seiner Münchner Nachbarschaft stört, hat der 63-Jährige die bayerische Landeshauptstadt verklagt.

Nachbarschaftsärger für das Kolping-Bildungswerk München und Oberbayern: Weil der bekannte "Tatort"-Star Udo Wachtveitl sich an einem geplanten Neubau des katholischen Sozialverbands in seiner Nachbarschaft stört, hat der 63-Jährige laut einem Bericht der Münchner "tz" die Lokalbaukommission der bayerischen Landeshauptstadt verklagt.

Konkret geht es in dem Fall laut der Zeitung um eine Baugenehmigung in der Entenbachstraße im Münchner Stadtbezirk Au-Heidhausen. Dort wolle das Kolpingwerk einen Lagerraum für Bühnenteile bauen. "Es geht um ein genehmigungsfreies Nebengebäude, das errichtet werden soll", zitierte die "tz" eine Sprecherin des Sozialverbands. Demnach hätte der Verband gar keine Baugenehmigung für den Lagerraum beantragen müssen – tat das aber, um sich rechtlich abzusichern.

Nicht der erste Ärger zwischen Verband und Schauspieler

Dabei könnte laut der Zeitung auch ein früherer Rechtsstreit mit Wachtveitl eine Rolle gespielt haben. Um die Jahrtausendwende sei es dabei um einen neuen Wintergarten gegangen, den der Sozialverband habe bauen lassen wollen. Wachtveitl habe dem Neubau damals zunächst zugestimmt – als der Bau dann fertig war, wollte der "Tatort"-Star ihn aber doch nicht akzeptieren und klagte. Ebenso wie damals richte sich Wachtveitls Klage auch diesmal gegen die Lokalbaukommission der Stadt, die die vom Kolpingwerk beantragte Baugenehmigung offiziell erlassen hatte. Für Mitte September hatte das Gericht laut "tz" in der Sache einen Ortstermin in der Entenbachstraße und eine Verhandlung geplant.

Doch dazu kommt es vorerst nicht: Auf Nachfrage der "tz" betonte Wachtveitl jetzt: "Die Sache ist bereits erledigt." Nach Angaben des Gerichts hat der Schauspieler beantragt, das Verfahren ruhen zu lassen. Die Stadt müsse zwar noch zustimmen, doch der anberaumte Termin sei bereits abgesetzt worden. Möglicherweise, so spekuliert die Zeitung, handelt Wachtveitl jedoch mit Kalkül: Denn so könne er das Verfahren fortsetzen, wenn ihm der Bau nicht passen sollte. Hätte er seine Klage zurückgezogen, wäre dies rechtlich nicht möglich gewesen. (stz)

kna-katholisch-swarm-node2 (0.012s)