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Infektionszahlen steigen wieder

Weihbischof Puff: Viele haben Respekt vor Corona verloren

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Köln - Menschen feiern wieder Partys und haben einen Trotz gegenüber Ordnungsamt-Mitarbeitern entwickelt: Doch nur, weil man vom Virus die Nase voll habe, gehe es nicht weg, mahnt Weihbischof Ansgar Puff. Die Befolgung der Regeln bleibe wichtig.

Der Kölner Weihbischof Ansgar Puff kritisiert den sorgloser gewordenen Umgang vieler Menschen mit dem Coronavirus. "Viele haben in den letzten Wochen den Respekt vor Corona verloren", sagte Puff am Samstag im Domradio. "Aber nur weil wir die Nase von Corona voll haben, ist das Virus nicht weg. Jetzt kommt es wieder."

Die Deutschen hätten sich in den vergangenen Monaten zusammengerissen, sich "in einem nie bisher gekannten Ausmaß beschränkt, auf Grundrechte verzichtet, finanzielle Einbußen akzeptiert", so Puff. Auch Geschäftsschließungen, Fußballspiele ohne Zuschauer, ausgefallene Urlaube, geschlossene Grenzen und Gottesdienste nur im digitalen Raum habe man ertragen. Man habe in dieser Zeit viel gelernt: "Wie wichtig Familie ist und Zusammenhalt. Und dass man trotz Kindern, die toben, im Homeoffice arbeiten muss. Dass man auch auf Distanz in Beziehung bleiben kann und das Fahrradfahren besser ist als Fliegen."

Nachdem die Zahlen gesunken seien, hätten sich die Menschen jedoch verhalten, "als sei nie was gewesen". Neben Partys habe sich ein Trotz entwickelt – auch Mitarbeitern von Ordnungsämtern gegenüber. "Aber nur, weil wir die Nase von Corona voll haben, ist das Virus nicht weg. Jetzt kommt es wieder." Die Krise werde noch sehr lange dauern, so Puff. Deshalb blieben Abstand, Hygiene und das Tragen einer Alltagsmaske weiterhin wichtig. (cph)

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