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Wir sind Familie

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Familie im Gegenlicht eines Sonnenuntergangs am See.
Bonn - Zum Internationalen Tag der Familie fordern Kirchenvertreter ein stärkeres Engagement für Mütter, Väter und ihre Kinder. "Familien sind die stabile Basis unserer Gesellschaft. Die Politik ist deshalb gefordert, alles zu tun, um Familien bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. Vor allem darf nicht am durch das Grundgesetz garantierten Schutz und der Förderung der Ehe gerüttelt werden", erklärte Elisabeth Bußmann, Präsidentin des Familienbundes der Katholiken, gegenüber katholisch.de

Auch die Caritas erinnert die Politik an die Bedeutung der Familien für die Gesellschaft. Sie fordert, Familienpolitik als Querschnittspolitik zu begreifen: "Entscheidungen in allen Politikbereichen – insbesondere in der Steuer- und Rentenpolitik, aber auch in der Wohnungs-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik – müssen das Kriterium der Familienverträglichkeit und Kinderfreundlichkeit erfüllen", sagte Caritas-Präsident Peter Neher.

Konkret fordern die katholischen Verbände von der Politik, bezahlbare Betreuungsangebote schnell auszubauen und junge Eltern, kinderreiche Familien und Alleinerziehende besser zu unterstützen. Ein großes Thema sei außerdem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die noch verbessert werden müsste. Hier bedürfe es dringend weiterer verlässlicher Regelungen, sagt Elisabeth Bußmann.

Peter Neher betonte, vielen Frauen und Männern sei heute sowohl Zeit für die Familie als auch ein erfüllender Beruf wichtig: "Hier sind sowohl die Arbeitgeber als auch die Politik gefordert, durch entsprechende Rahmensetzung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen", so Neher. Die Stimmung in Deutschland müsse kinderfreundlicher werden: Nachbarn und Bekannte müssten sich verantwortlich fühlen, wenn sie merkten, dass Eltern überfordert seien oder die Rechte von Kindern verletzt würden.

Der Internationale Tag der Familien wird jedes Jahr am 15. Mai begangen. Er wurde 1993 durch einen Beschluss der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes mit Zahlen aus dem Jahr 2011 leben in Deutschland nur noch 49 Prozent aller Menschen in einer Familie zusammen. Vor 15 Jahren hatte der Anteil noch 57 Prozent betragen. (gho/dpa)

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