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Ikone der Studentenbewegung 1968 wurde Opfer von Attentat

Witwe: Rudi Dutschkes Handeln war christlich inspiriert

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Studentenführer Rudi Dutschke
Frankfurt - Rudi Dutschke gilt als Ikone der 68-Bewegung. Nach Aussagen seiner Witwe Gretchen war sein Handeln vom christlichen Glauben inspiriert. Selbst seinen eigenen Attentäter konnte er nicht hassen.

Rudi Dutschke, Ikone der Studentenbewegung 1968, war nach Aussagen seiner Witwe Gretchen vom christlichen Glauben inspiriert. "Rudi war religiös. Er war überzeugt davon, dass Jesus uns die Liebe geschenkt hat, die wir in die Welt tragen müssen", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag).

Rudi Dutschke war am 11. April 1968, vor 50 Jahren, von dem jungen Hilfsarbeiter Josef Bachmann in Berlin angeschossen und schwer verletzt worden. 1979 ertrank er nach einem epileptischen Anfall in der Badewanne; er starb an den Folgen des Attentats. "Ich glaube, er konnte überhaupt keinen Hass empfinden, nicht mal für den, der ihm das angetan hatte", sagte seine Witwe dazu. "Er sah Bachmann einfach als ein Opfer der Gesellschaft, die ihn nicht aufgefangen hat."

Dem Kölner domradio.de sagte Gretchen Dutschke am Mittwoch, ihr Mann sei in der DDR aufgewachsen und Mitglied der jungen Gemeinde gewesen. Das Christentum habe ihm viel bedeutet. "Er fand den Pfarrer seiner Kirche sehr gut. Er hatte nämlich versucht, den Sozialismus und das Christentum irgendwie zu verbinden, was ihn - so denke ich - sehr inspiriert hat, dass das überhaupt möglich war." Vielleicht habe er sich auch durch seine religiöse Mutter in diese Richtung entwickelt. (KNA)

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