Zwei Ministerien rangeln um Zuständigkeit für "weltwärts"
Zoff zum Jubiläum
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Bonn
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Nach außen hin herrscht Harmonie. Der Freiwilligendienst "weltwärts" wird in der Praxis offenbar gut angenommen. Seit dem Start 2008 haben zahlreiche junge Menschen die Möglichkeit genutzt, zwischen sechs Monaten und zwei Jahren in Entwicklungsprojekten mitzuarbeiten. Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) hat am Donnerstag in Berlin die 20.000. Teilnehmerin im Rahmen eines Festakts auf die Reise geschickt. Doch hinter den Kulissen brodelt es.
Schuld daran ist der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD. Dort heißt es, dass künftig nicht mehr Müllers Ministerium für das Programm zuständig sein soll, sondern das von seiner SPD-Kollegin Manuela Schwesig geführte Familienministerium.
Droht ein Profilverlust?
Stoff für neuen Krach in der großen Koalition? Dafür ist das Thema dann vermutlich doch zu randständig. Aber unter den aktuell rund 170 Entsendeorganisationen regt sich Unmut. Sie bringen die jungen Männer und Frauen nach Lateinamerika, Asien, Afrika oder Südosteuropa - und fühlen sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten beim Entwicklungsministerium gut aufgehoben, wie die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) betont.