03. November
Hubertus von Maastricht ist einer der bekanntesten Heiligen, vor allem als Patron der Jäger, Förster und Schützengilden. Dabei war der Jagdpatron ein ganz und gar friedlicher Bischof in der niederländischen Stadt Maastricht, ein Glaubensbote, den man später den "Apostel der Ardennen" nannte. Die Legende erzählt, Hubert habe sich nach dem frühen Tod seiner geliebten Gemahlin aus Verzweiflung nur noch der Jagd hingegeben. Als er sogar an einem Karfreitag die Wälder durchstreifte, sei ihm ein Hirsch erschienen, zwischen dessen Geweih ein hell glänzendes Kreuz aufleuchtete. Diese Erscheinung soll ihn zur Besinnung gebracht haben. Zu seinem künftigen "Handwerk" wählte Hubertus daraufhin die Verkündigung des christlichen Glaubens. Als Bischof von Maastricht, später verlegte er den Bischofssitz nach Lüttich, widmete er sich mit ganzer Kraft der Christianisierung des heutigen Belgien, bis sein Leben im Jahr 727 zu Ende ging. Zu seinem Grab pilgerten, wie historische Quellen bezeugen, viele Menschen, die Heilung von der Tollwut suchten, die damals eine Geißel für Mensch und Tier war. Angeblich soll das Wort "Hupe" – zuerst die Bezeichnung für ein Jagdhorn – vom Namen Hubert abgeleitet sein. Historisches: Die Verbindung des Heiligen mit der Jagd (die Hirsch-Legende war schon viel früher mit dem hl Eustachius verknüpft) scheint darauf zurückzugehen, dass Hubertus den Jägern verbot, einen Teil ihrer Beute, wie es damals noch üblich war, als Opfer der Jagdgöttin Diana darzubringen. Nach seinem Tod würde es dann allmählich üblich, dass die Jäger ihre Erstbeute dem heiligen Bischof weihten. Heute widmen sie St. Hubertus einen Eichenzweig mit Blättern und Eicheln, womit sie das erlegte Wild schmücken. Am Festtag des Heiligen, dem 3. November, dem Tag der Übertragung seiner Gebeine in das Kloster St-Hubert in den Ardennen, findet vielerorts die Hubertusjagd statt, womit die neue Jagdsaison eröffnet wird.
Hl. Hubertus teilt den 03. November mit:
Hl. Martin von Porres
Rassismus existiert in Politik und Staat, aber doch nicht in der Kirche – oder etwa doch? Martin Porres (1579–1639) wurde als unehelicher Sohn in Lima geboren. Sein Weißer Vater war ein spanischer Edelmann, seine Schwarze Mutter hingegen eine freigelassene Sklavin afrikanischer Abstammung. Nach der Geburt von Martins zwei Jahre jüngerer Schwester Juana verließ der Vater die Familie. Das Geld reichte nicht für eine weiterführende Bildung und so verließ Martin früh die Schule, um Arztgehilfe zu werden. So erwarb der talentierte Junge medizinische Kenntnisse, die er nutzte, um den Armen kostenlose Behandlungen zu ermöglichen. Im Jahr 1594 bat Martin, der von seiner Mutter religiös erzogen worden war, um Eintritt in das Dominikanerkloster in Lima. Schwarze durften damals weder Priester noch vollwertige Ordensmitglieder werden, sodass Martin zunächst nur als Dienstbote aufgenommen wurde. Jahrelang verrichtete er gewissenhaft die niedrigsten Arbeiten – bis sich sein Prior eigenmächtig über die Regelungen hinwegsetzte und Martin zu den Ordensgelübden zuließ. Nicht alle Dominikaner begrüßten diese Entscheidung – einige seiner eigenen Mitbrüder schmähten und beleidigten Martin aufgrund seiner Herkunft. Mit 34 Jahren übernahm er die Leitung der klösterlichen Krankenstation, wo er alle ohne Ansehen der Person behandelte. Gleichzeitig sorgte er gemeinsam mit seiner Schwester Juana um die Kranken und Mittellosen auf den Straßen Limas und gründete ein Waisenhaus. Schon zu Lebzeiten schrieb ihm die Bevölkerung Wunderheilungen zu und verehrte ihn als Heiligen. 1639 steckte er sich bei der Pflege Typhuskranker an und starb am 3. November 1639. Papst Johannes XXIII. sprach Martin 1962 heilig.
Zum ProfilHl. Pirmin
Pirmin, Glaubensbote bei den Alemannen, war vermutlich westgotischer oder keltischer (schottischer) Abstammung. Sein Name ist wohl keltisch. Er kam um 720 an den Oberrhein und missionierte im Elsass, in Südwestdeutschland und in der Schweiz. Der Glaubensverkünder rodete die Bodensee-Insel Reichenau und gründete hier das später berühmt gewordene Kloster. Weitere Klöster, wie das bekannte Murbach im Elsass, führen ihre Gründung auf Pirmin zurück. Reliquien befinden sich in Speyer, St. Paul (Kärnten), Weißenburg im Elsass, Bern und Augsburg. Die Stadt Pirmasens (Pfalz) ist nach dem hl Pirmin benannt. Er starb am 3. November 753.
Zum ProfilIda von Toggenburg (Itta, Ita, Ida)
Ida von Toggenburg lebte als Reklusin beim Kloster Fischingen im Schweizer Kanton Thurgau. Sie wurde der Legende nach von ihrem Gemahl wegen angeblicher ehelicher Untreue verstoßen. Als ihre Unschuld erwiesen war, kehrte sie nicht mehr zu ihrem Gatten zurück. Sie soll um das Jahr 1226 verstorben sein. Ein Kult um ihre Person ist seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts bekannt, die Legenden variieren.
Sel. Rupert Mayer
Rupert Mayer, 1876 als Sohn einer kinderreichen Kaufmannsfamilie in Stuttgart geboren, war in den Jesuitenorden eingetreten. Als Divisionspfarrer wurde er in den Ersten Weltkrieg eingezogen, aus dem er als Invalide mit einem zerschossenen Bein zurückkehrte. In den Kämpfen an der Somme setzte er sich mehr als irgendein ein anderer der Lebensgefahr aus, um schwer Verwundeten und Sterbenden beistehen zu können. Jeder wunderte sich, dass der Priester den Fronteinsatz überlebte. - Nach dem Kriegsende rettete er in seiner Münchner Pfarre viele vor dem Verhungern, half mit Unterstützung wohltätiger Privatleute und auch der Behörden, die er ständig mit seinen Anliegen bestürmte, mit Kartoffeln, Kohlen, Kleidung oder Freitischen aus. - Er scheute nicht davor zurück, während der Zeit der Räterepublik, in Priesterkleidung und unter Lebensgefahr, Versammlungen der Kommunisten zu besuchen und sich dort zu Wort zu melden, auch wenn die tobende Menge ihn niederschrie und bedrohte. Hand an ihn zu legen, wagte niemand, weil man wusste, wie populär der Armeleute-Priester gerade beim einfachen Volk war. In der Zwischenkriegszeit war Pater Mayer vor allem in der Männerseelsorge tätig und predigte und predigte. Man schätzt die Zahl seiner Predigten auf etwa 70 in einem Monat. Unerschrocken wie vorher gegen den Kommunismus trat er nach der Machtübernahme auch gegen den Nationalsozialismus auf. Doch schon bald, bereits 1937, wurde er von der GeStaPo verhaftet und ins KZ Sachsenhausen eingewiesen. Von den Amerikanern aus dem KZ befreit, kehrte er in aller Stille nach München zurück. Wie früher predigte er Abend für Abend, doch abgezehrt und nur noch ein Schatten seiner selbst. Während er am Allerheiligentag 1945 gerade eine Messe las, brach er bewusstlos am Altar zusammen. Wenige Stunden später war sein irdisches Leben beendet. 1987 wurde er seliggesprochen. Sein Gedenktag im deutschsprachigen Raum ist der 3. November.
Silvia (Silvia, Sylvia)
Silvia war die Mutter Gregors des Großen und soll ein vorbildliches Leben als Christin geführt haben. Vieles über sie wurde erst durch die über Gregor den Großen verfassten Lebensgeschichten bekannt. Sie erlebte die Wahl ihres Sohnes zum Papst im Jahr 590 und verstarb um das Jahr 592 in Rom.
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