07. November
Winfried Bonifatius, der "Apostel der Deutschen", hatte einen berühmten Vorgänger: Willibrord (um 658-739). Sein zum Christentum konvertierter Vater übergab ihn zur Erziehung einem Benediktinerkloster in Northumbrien (heute Vereinigtes Königreich). Später wurde Willibrord selbst Mönch und brach als Wandermissionar nach Friesland auf. Anders als viele Glaubensboten seiner Zeit ging er dabei sehr organisiert vor: Zunächst ließ er sich von dem politischen Herrscher, dem fränkischen Hausmeier Pippin, ein Missionsgebiet zuweisen. Anschließend holte er sich von Papst Sergius I. die kirchliche Bestätigung für seine Arbeit. 695 wurde Willibrord offiziell zum Erzbischof von Friesen ernannt. Seine Bischofskirche ließ er in Utrecht bauen. Willibrord pflegte enge Kontakte zu fränkischen Adelsfamilien, mit deren Hilfe er das Kloster Echternach als Missionszentrum gründete. Doch die Nähe zur Politik hatte auch Schattenseiten: Als nach dem Tod Pippins 714 innerfränkische Machtkämpfe ausbrachen, kam Willibrords Glaubensverkündigung zum Erliegen. Erst fünf Jahre später konnte er seine Mission fortsetzen. Der "Apostel der Friesen" starb am 7. November 739 in seiner Klostergründung Echternach.
Hl. Willibrord teilt den 07. November mit:
Carina (Cara)
Carina (Cara) starb unter Kaiser Julian dem Abtrünnigen zu Ankyra (Ankara) um die Mitte des 4.Jhdts als Märtyrin.
Ernst von Zwiefalten
Ernst, Abt von Zwiefalten, legte sein hohes Amt nieder und nahm aus religiöser Begeisterung am Zweiten Kreuzzug teil. Er starb vermutlich um 1147 in einer Schlacht. Spätere Legenden erzählen von einem Foltertod durch die Sarazenen.
Florentius von Straßburg
Florentius lebte im 6. Jahrhundert und wurde als Nachfolger des hl Arbogast (Gedenktag 21.07) Bischof von Straßburg. Er gründete Klöster und wirkte für die weitere Christianisierung des Elsass.
Hl. Engelbert
Engelbert war bereits mit 14 Jahren zum Dompropst von Köln ernannt worden. Weil er im Thronstreit zwischen Staufern und Welfen die falsche Partei ergriffen hatte, wurde er abgesetzt und exkommuniziert. Er war noch zu jung, um zu erkennen, was in der Politik als Recht oder Unrecht galt. Er tat Buße und wurde im Jahr 1216 zum Erzbischof von Köln ernannt. Nun widmete er sich mit großer Energie dem Wiederaufbau der im Thronstreit stark verwüsteten Diözese und bewirkte einen religiösen, geistigen und wirtschaft-lichen Neubeginn. Er galt bald als Schirmherr der Armen und Schwachen und beschützte das Volk vor den Eingriffen der habgierigen Landvögte. Doch sein energisches Auftreten brachte ihm den Hass vieler adeliger Standesgenossen ein. Daher wurde er während einer Visitationsreise auf Befehl eines Verwandten am 7.November 1225 heimtückisch über-fallen und ermordet. Das Volk, das ihn geliebt und geachtet hatte, trauerte lange Zeit um seinen Erzbischof. Seine letzte Ruhestätte fand Engelbert im Kölner Dom.