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31. Oktober

Wolfgang von Regensburg; einer der volkstümlichsten Heiligen Süddeutschlands und Österreichs, stammte aus einer angesehenen, aber armen Familie in Reutlingen in Schwaben. 956 wurde der begabte junge Mann Lehrer an der Domschule zu Trier. Doch dann entschied er sich für den geistlichen Beruf. Der berühmte Bischof Ulrich von Augsburg weihte ihn 965 zum Priester. In den folgenden Jahren zog der junge Seelenhirte als Missionar durch das alpenländische Norikum. Bischof Pilgrim von Passau wurde schließlich auf die ungewöhnlich großen Erfolge des Glaubensboten aufmerksam und schlug ihn als neuen Bischof von Regensburg, der damaligen Hauptstadt Bayerns, vor. Viele hohe Kleriker bezweifelten zunächst, dass der noch sehr junge Mann für das Bischofsamt geeignet sei. Doch durch eine wundersame Begebenheit sollen seine Gegner so sehr beeindruckt worden sein, dass sie ihre Zustimmung gaben, als Kaiser Otto II. im Jahr 972 Wolfgang zum Bischof von Regensburg ernannte. - Damit begann Wolfgangs für ganz Bayern segensreiche Tätigkeit. Er reformierte die bestehenden Klöster, gründete neue und trat mit Nachdruck für eine bestmögliche Ausbildung der Geistlichen ein, da diese damals noch völlig unzulänglich war. Der neue Oberhirte kümmerte sich wie ein Vater persönlich um die Menschen in seinem Bistum, vor allem um jene, die der Hilfe bedurften. Er selber blieb immer der einfache, bescheidene Benediktinermönch, der er zuvor gewesen war. Während einer Visitationsreise durch das heutige Oberösterreich, das er besonders liebte, starb der große Bischof und Menschenfreund am 31.Oktober 994 im Alter von 70 Jahren im Dorf Pupping bei Eferding. Beigesetzt wurde er in dem von ihm so sehr geliebten Kloster St.Emmeram zu Regensburg. Zahlreiche Orte wurden nach dem Heiligen benannt, der berühmteste von ihnen ist wohl St.Wolfgang am Abersee, der später nach dem Heiligen in Wolfgangsee umbenannt wurde. Wolfgang ist Patron von Stadt und Diözese Regensburg, von Altbayern, Patron der Holzfäller, Zimmerleute, Köhler, Bildschnitzer und der unschuldig Verurteilten sowie Schutzheiliger gegen Schlaganfall, Lähmungen, Blutfluss (starke Blutungen) und Hautentzündungen. Bauernregeln: "An Sankt Wolfgang Regen, verspricht ein Jahr voll Segen." "Regen am Sankt Wolfgangstag, gut für ‘s nächste Jahr sein mag."

Hl. Wolfgang teilt den 31. Oktober mit:

Alfons Rodriguez

Es gibt Heilige, die imposante Werke vollbringen – Alfons Rodriguez (1531-1617) gehört definitiv nicht zu ihnen. Nicht die großen Taten, sondern der gelebte und teils auch erlittene Alltag dieses Gottsuchers beeindruckt. Alfons wurde im spanischen Segovia als Sohn eines Wollhändlers geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters musste Alfons die Jesuitenschule vorzeitig verlassen, um die Familie zu versorgen. Später übernahm er das Geschäft, heiratete und wurde Vater dreier Kinder. Bald aber schlug das Unglück zu: Erst starben zwei Kinder, dann seine Ehefrau. Der Handel lief immer schlechter und als auch sein letztes Kind starb, blieb der 35-jährige Alfons allein zurück. Er suchte nach neuer Orientierung in seinem Leben und bat um Aufnahme bei den Jesuiten. Diese aber lehnten zunächst ab: Alfons sei zu alt, zu ungebildet und zu kränklich. Erfolglos versuchte er, seine Wissenslücken durch Kurse in Valencia zu schließen. Erst 1571 wurde Alfons als einfacher Bruder in den Jesuitenorden aufgenommen und nach Palma de Mallorca gesandt. Dort übte er über 46 Jahre lang den Dienst des Pförtners aus. Der demütige und fromme Alfons hatte für alle ein offenes Ohr und wurde für viele hochgebildete Mitbrüder zum geistlichen Ratgeber. Erst nach seinem Tod am 31. Oktober 1617 fand man seine umfangreichen mystischen Aufzeichnungen, die von einer innigen Marienfrömmigkeit zeugen. Papst Leo XIII. sprach ihn 1888 heilig.

Christoph

Christoph von Romandiola, ein Gefährte des hl Franz von Assisi, wurde von diesem als Volksmissionar nach Südwestfrankreich entsandt. Er starb am 31.Oktober 1272 zu Cahors.

Notburga

Notburga war Ordensfrau zu Sancta Maria am Kapitol in Köln. Sie wurde schon zu Lebzeiten wie eine Heilige verehrt. + um 700

Quentin (Quintinius)

Quentin (Quintinius) von Amiens wirkte in Gallien als Glaubensbote. Um das Jahr 300 wurde er von Christenhassern mit Nägeln zerfleischt und mit siedendem Pech übergossen.

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