Tageslesung
Schwestern und Brüder!
Zu jener Zeit wart ihr von Christus getrennt,
der Gemeinde Israels fremd
und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen;
ihr hattet keine Hoffnung
und lebtet ohne Gott in der Welt.
Jetzt aber seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart,
in Christus Jesus,
nämlich durch sein Blut,
in die Nähe gekommen.
Denn er ist unser Friede.
Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden –
und riss die trennende Wand der Feindschaft
in seinem Fleisch nieder.
Er hob das Gesetz mit seinen Geboten und Forderungen auf,
um die zwei
in sich zu einem neuen Menschen zu machen.
Er stiftete Frieden
und versöhnte die beiden
durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib.
Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.
Er kam und verkündete den Frieden:
euch, den Fernen,
und Frieden den Nahen.
Denn durch ihn
haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater.
Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde und ohne Bürgerrecht,
sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.
Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut;
der Eckstein ist Christus Jesus selbst.
In ihm wird der ganze Bau zusammengehalten
und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn.
Durch ihn werdet auch ihr
zu einer Wohnung Gottes im Geist miterbaut.
Ich will hören, was Gott redet:
†
Frieden verkündet der HERR seinem Volk und seinen Frommen,
∗
sie sollen sich nicht zur Torheit wenden.
Fürwahr, sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten,
∗
seine Herrlichkeit wohne in unserm Land.
– (Kv)
Es begegnen einander Huld und Treue;
∗
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sprosst aus der Erde hervor;
∗
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.
– (Kv)
Ja, der HERR gibt Gutes
∗
und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her
∗
und bahnt den Weg seiner Schritte.
Frieden verkündet der HERR seinem Volk.
Lk 12,35-38
Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt!
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Eure Hüften sollen gegürtet sein
und eure Lampen brennen!
Seid wie Menschen,
die auf ihren Herrn warten,
der von einer Hochzeit zurückkehrt,
damit sie ihm sogleich öffnen,
wenn er kommt und anklopft!
Selig die Knechte,
die der Herr wach findet, wenn er kommt!
Amen, ich sage euch:
Er wird sich gürten,
sie am Tisch Platz nehmen lassen
und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache
und findet sie wach – selig sind sie.