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Tageslesung

Montag, 2. November 2026
Erste Lesung
Ijob 19,1.23-27a

Ijob sprach:
Würden meine Worte doch geschrieben,
würden sie doch in ein Buch eingeritzt,

mit eisernem Griffel und mit Blei,

für immer gehauen in den Fels.

Doch ich, ich weiß:

Mein Erlöser lebt,
als Letzter erhebt er sich über dem Staub.
Ohne meine Haut, die so zerfetzte,

und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen.
Ihn selber werde ich dann für mich schauen;
meine Augen werden ihn sehen, nicht mehr fremd.

Antwortpsalm

Ps 42,2-3.5bcd; 43,3-4

Zweite Lesung
Röm 8,14-23

Schwestern und Brüder!
Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen,

sind Kinder Gottes.
Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen,

sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet,
sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen,
in dem wir rufen: Abba, Vater!

Der Geist selber bezeugt unserem Geist,

dass wir Kinder Gottes sind.
Sind wir aber Kinder, dann auch Erben;
Erben Gottes

und Miterben Christi,

wenn wir mit ihm leiden,

um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

Ich bin nämlich überzeugt,

dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten

im Vergleich zu der Herrlichkeit,

die an uns offenbar werden soll.
Denn die Schöpfung

wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.

Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen,
nicht aus eigenem Willen,

sondern durch den, der sie unterworfen hat,

auf Hoffnung hin:
Denn auch sie, die Schöpfung,

soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden

zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.

Denn wir wissen,

dass die gesamte Schöpfung

bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
Aber nicht nur das, sondern auch wir,

obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben,

auch wir seufzen in unserem Herzen
und warten darauf,

dass wir mit der Erlösung unseres Leibes

als Söhne offenbar werden.

Evangelium

Mt 25,34

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)
Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid,
nehmt das Reich in Besitz,
das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.

Halleluja.

Joh 5,24-29

Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden:
Amen, amen, ich sage euch:
Wer mein Wort hört

und dem glaubt, der mich gesandt hat,

hat das ewige Leben;
er kommt nicht ins Gericht,

sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen.

Amen, amen, ich sage euch:
Die Stunde kommt und sie ist schon da,

in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden;
und alle, die sie hören,

werden leben.
Denn wie der Vater das Leben in sich hat,

so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben.
Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten,

weil er der Menschensohn ist.

Wundert euch nicht darüber!
Die Stunde kommt,

in der alle, die in den Gräbern sind,

seine Stimme hören

und herauskommen werden:
Die das Gute getan haben,

werden zum Leben auferstehen,
die das Böse getan haben,

werden zum Gericht auferstehen.

Mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, vertreten durch das Deutsche Liturgische Institut.

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