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Tageslesung

Mittwoch, 18. November 2026
Erste Lesung
Offb 4,1-11

Ich, Johannes, sah:

Eine Tür war geöffnet am Himmel;
und die erste Stimme,

die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte,

sagte: Komm herauf

und ich werde dir zeigen, was dann geschehen muss.

Sogleich wurde ich vom Geist ergriffen.
Und siehe, ein Thron stand im Himmel;
auf dem Thron saß einer,

der wie ein Jaspis und ein Karneol aussah.
Und über dem Thron wölbte sich ein Regenbogen,

der wie ein Smaragd aussah.

Und rings um den Thron standen vierundzwanzig Throne

und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste,

in weiße Gewänder gekleidet

und mit goldenen Kränzen auf dem Haupt.

Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus.
Und sieben lodernde Fackeln brannten vor dem Thron;
das sind die sieben Geister Gottes.

Und vor dem Thron

war etwas wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall.

Und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron

waren vier Lebewesen voller Augen, vorn und hinten.

Das erste Lebewesen glich einem Löwen,

das zweite einem Stier,

das dritte sah aus wie ein Mensch,

das vierte glich einem fliegenden Adler.

Und jedes der vier Lebewesen hatte sechs Flügel,

außen und innen voller Augen.
Sie ruhen nicht, bei Tag und Nacht,
und rufen:

Heilig, heilig, heilig

ist der Herr, der Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung;
er war und er ist und er kommt.

Und wenn die Lebewesen

dem, der auf dem Thron sitzt und in alle Ewigkeit lebt,

Herrlichkeit und Ehre und Dank erweisen,

dann werfen sich die vierundzwanzig Ältesten

vor dem, der auf dem Thron sitzt, nieder

und beten ihn an, der in alle Ewigkeit lebt.
Und sie legen ihre goldenen Kränze vor seinem Thron nieder
und sprechen:

Würdig bist du, Herr, unser Gott,

Herrlichkeit zu empfangen und Ehre und Macht.
Denn du bist es, der die Welt erschaffen hat,

durch deinen Willen war sie und wurde sie erschaffen.

Antwortpsalm
Ps 150,1-2.3-4.5-6

Lobet Gott in seinem Heiligtum,  ∗
lobt ihn in seiner mächtigen Feste!

Lobt ihn wegen seiner machtvollen Taten,  ∗
lobt ihn nach der Fülle seiner Größe!
 – (Kv)

Lobt ihn mit dem Schall des Widderhorns,  ∗
lobt ihn mit Harfe und Leier!

Lobt ihn mit Trommel und Reigentanz,  ∗
lobt ihn mit Saiten und Flöte!
 – (Kv)

Lobt ihn mit tönenden Zimbeln,  ∗
lobt ihn mit schallenden Zimbeln!

Alles, was atmet,  ∗
lobe den HERRN.

Heilig, heilig, heilig ist Gott,
der Herrscher über die ganze Schöpfung.

Evangelium

vgl. Joh 15,16

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)
Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr Frucht bringt
und dass eure Frucht bleibt.

Halleluja.

Lk 19,11-28

Warum hast du mein Geld nicht auf die Bank gebracht?

In jener Zeit

meinten die Menschen,

weil Jesus schon nahe bei Jerusalem war,

das Reich Gottes werde sofort erscheinen.

Daher erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis.
Er sagte:

Ein Mann von vornehmer Herkunft

wollte in ein fernes Land reisen,

um die Königswürde für sich zu erlangen

und dann zurückzukehren.
Er rief zehn seiner Diener zu sich,
verteilte unter sie zehn Minen
und sagte: Macht Geschäfte damit, bis ich wiederkomme!

Seine Bürger jedoch hassten ihn

und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her
und ließen sagen:

Wir wollen nicht, dass dieser Mann über uns König wird.
Und es geschah, als er die Königswürde empfangen hatte

und zurückkehrte,

da ließ er die Diener, denen er das Geld gegeben hatte,

zu sich rufen.
Er wollte sehen,

welchen Gewinn sie bei ihren Geschäften erzielt hatten.

Der erste kam

und sagte:

Herr, deine Mine hat zehn Minen eingebracht.

Da sagte der König zu ihm: Sehr gut,

du bist ein guter Diener.
Weil du im Kleinsten zuverlässig warst,

sollst du Herr über zehn Städte werden.

Der zweite kam

und sagte:

Herr, deine Mine hat fünf Minen eingebracht.
Zu ihm sagte der König:

Du sollst über fünf Städte herrschen.

Nun kam ein anderer

und sagte: Herr, siehe deine Mine.
Ich habe sie in einem Schweißtuch aufbewahrt;
denn ich hatte Angst vor dir,

weil du ein strenger Mann bist:
Du hebst ab, was du nicht eingezahlt hast,

und erntest, was du nicht gesät hast.

Der König antwortete:

Aus deinem eigenen Mund spreche ich dir das Urteil.
Du bist ein schlechter Diener.
Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mann bin?
Dass ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe,

und ernte, was ich nicht gesät habe?
Warum hast du dann mein Geld nicht auf die Bank gebracht?
Dann hätte ich es bei der Rückkehr

mit Zinsen abheben können.

Und zu denen, die dabeistanden,

sagte er: Nehmt ihm die Mine weg

und gebt sie dem, der die zehn Minen hat!
Sie sagten zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn.
Ich sage euch:

Wer hat, dem wird gegeben werden;
wer aber nicht hat,

dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

Doch meine Feinde,

die nicht wollten, dass ich ihr König werde –

bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!

Nach dieser Rede zog Jesus weiter

und ging nach Jerusalem hinauf.

Mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, vertreten durch das Deutsche Liturgische Institut.

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